Mediaspree: Kann man nicht Investoren locken und trotzdem Freiräume schaffen?

Ja, das hat Bürgermeister Franz Schulz in den letzten Jahren auch getan. Investoren mussten bei Projekten wie der O2 World dafür zahlen, dass sie höher bauen oder leuchtende Werbetafeln aufstellen durften. Mit diesen gut neun Millionen Euro kaufte der Bezirk Flächen für zwei Parks: den Spreepark neben dem zukünftigen Brommysteg und weiter östlich den East-Side-Park.
Um Mediaspree grundsätzlich einen anderen Charakter zu geben, müssten aber Bezirk, Senat oder der Bund Geld in die Hand nehmen. Stadtsoziologe Andrej Holm meint: „Man kann den Aufwertungscharakter einschränken durch öffentliche Investitionen, sei es in Form von sozialem Wohnungsbau, Kultureinrichtungen oder andere öffentliche Nutzungen. Es ist ganz einfach so: Ohne eigene Investitionen gibt es keine Stadtpolitik.“


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