Berlin, deine Feindbilder: Öko-Faschist

Foto: Amin Akthar

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Er weiß schon ganz lange, wie die Erde zu retten ist: Jute statt Plastik ist für Anfänger, er hat längst den Hinterhof begrünt, eine Binsenkläranlage eingebaut und freut sich immer noch über die Zinsen aus seinem 500-Marks-Investment bei einem Solaranlagenbauer vor 15 Jahren. Weil auch er mit der Zeit geht, kritisiert er in der Internet-Community Utopia.de alle, die nicht alles genauso machen wie er. Und das sind am Ende eigentlich alle.

Orte:
Café Olé in der Ufa Fabrik, Ökoläden wie das Kraut und Rüben, wenn es unbedingt sein muss auch mal die LPG, der Heidelberger Krug, Ökomarkt am Chamissoplatz, Schöneberger Apfelgalerie

Kleidung:
Hess Natur

Haltung:
Mein ökologischer Fußabdruck liegt jetzt bei 3-C02-Tonnen im Jahr, da muss noch eine weg

Freunde:
Wurst-Haar-Träger, Alt-Leser

Todfeinde:
Investor


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Öko-Faschismus

Zitat aus dem Buch: Jenseits von Schuld und Sühne: Bewätigungsversuche eines Überwätigten (1966)
S.11
"Es reden diese jungen Leute mit allzu geschwinden Munde vom "Faschismus". Und sie sehen nicht ein, dass sie da über Realität nur Raster schlecht durchdachter Ideologien legen, dass diese dringend der Verbesserung bedürftige BRD zwar empörende Ungerechtigkeiten genug in sich birgt - (...)-, dass sie aber darum nicht faschistisch ist.

Mele   09.03.2009 16:05 Uhr

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