- Artikel
- 18.11.2008
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Wem gehört die Stadt: Kampf um Kreuzberg
Ein ideales Ziel für Steinewerfer: Die Fensterscheibe der Turnschuhboutique „Overkill“ am Schlesischen Tor ist riesig, das verchromte Logo blitzt darüber wie ein polierter Mercedesstern. Den Autonomen, der den teuren Sneaker im Schaufenster anvisiert, man sieht ihn fast vor sich. Doch es bleibt ruhig, es fliegen keine Farbbeutel. Im Blog der zitty dagegen wurde kein Beitrag so heftig diskutiert wie der Bericht über die Eröffnung von Overkill im Oktober. User Matthias ätzte: „Nur ein Second-Hand-Laden passt nach Kreuzberg. Overkill ist der Wolf im Schafspelz.“ Andere riefen zu Demos gegen den Laden und zur „Verteibung von Overkill“ auf. Die Betreiber Robert Schultz und Thomas Peiser können diesen Zorn nicht verstehen: „Wir sind keine reichen Yuppies. Wir sind Kreuzberger, wir wollen Wachstum mit dem Kiez, nicht gegen ihn.“
Fünfzig Meter weiter auf der anderen Seite der Kreuzung sind längst Steine geflogen. Sie haben die Fensterscheiben der Subway-Filiale zertrümmert. Subway, das amerikanische Fast-Food-Unternehmen, ist hier nicht willkommen. Inhaber David B., der aus Angst seinen Nachnamen nicht verrät, hat sich an zentraler Stelle mit einer Subway-Filiale selbstständig gemacht. Er hat viel riskiert. Er ist 27, genauso alt wie Robert und Thomas von Overkill. Theoretisch hätten sie in einer Schulklasse sein können, praktisch trennen sie Welten. David vertritt für manche das Böse in Kreuzberg, das bekommt er täglich zu spüren: Unbekannte traten die Aufsteller auf dem Bürgersteig um, übersprühten das Logo, und schmissen Farbbeutel. David B. musste für neue Scheiben mehr als 6000 Euro zahlen. Dabei wollte der Treptower alles richtig machen. Sogar das Subway-Logo hat er auf die Fassade sprühen lassen. Geholfen hat es bislang nicht. Die Kundschaft bleibt aus.
Kreuzberg befindet sich an einem Scheideweg. Auf der einen Seite linke Revolutionäre, die alles verdammen, was mit Kapitalismus zu tun hat. Sie meinen für das authentische Kreuzberg zu sprechen. Auf der anderen Seite finanzstarke Investoren, die Kreuzberg entwickeln wollen, so nennen sie es. Und zwischen allen Stühlen sitzen die Zwischennutzer, die prekär Selbstständigen, die mit ihren kleinen Bars, Läden und Agenturen den Spagat wagen und an einen dritten Weg glauben.
„Graffiti war schon immer mein Leben, und dieses Leben spielte sich in Kreuzberg ab“, sagt Thomas Peiser. Er ist im Wrangelkiez zur Schule gegangen, kennt jeden Stein, jeden Hinterhof, denn nachts ist er Sprühen gegangen. „Besonders beliebt war damals das Bahnhofsgelände, wo heute der Görlitzer Park ist. Das war ein wichtiger Treffpunkt.“ Mit 17 Jahren, 1992, griff er eine Idee aus anderen Städten auf, fotografierte die besten Graffitis und machte daraus mit einem Schulfreund das Magazin Overkill, gedruckt im Copy-Shop. Geld verdiente Peiser damit nicht, aber er knüpfte Kontakte. Eines Nachts lernte er den Partyveranstalter Robert Schultz kennen. Man fing an, gemeinsam aufzulegen. In einer Frühlingsnacht 2003 beschlossen die Beiden am Hähnchenstand beim Görlitzer Park sich selbstständig zu machen: Ein Geschäft mit Sprühdosen, Sneakern und T-Shirts für die Graffiti-Szene. Der Name: Overkill. Ein Jahr später feierten sie am Schlesischen Tor Eröffnung, doch der Schuhverkauf gestaltete sich schwieriger als gedacht, wie Robert Schultz erzählt: „Ich hatte über meine Partys bereits Kontakt zur Marketingabteilung von Adidas, als dann aber ein Vertreter in unser Geschäft kam, sagte der nur: ,In diesem Laden werdet ihr niemals Schuhe von Adidas verkaufen.’“ Die Gegend, das Geschäft, es passte nicht zum Image eines großen Markenherstellers.
In den letzten sechs Jahren hat sich eine Menge getan. Heute ist Adidas ein wichtiger Sponsor von Overkill, die Firma hat den Umbau zum Teil finanziert. Das Viertel am Schlesischen Tor gilt als aufstrebend, seit sich hier jedes Wochenende Clubgänger zwischen Arena und Watergate drängeln, seit Firmen wie Jamba und die Werbeagentur „Zum Goldenen Hirschen“ hier groß wurden. Franz Schulz, Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, freut sich: „Wir hatten vor einigen Jahren bei den Gewerberäumen noch einen Leerstand von 60 Prozent, heute keinen mehr. Ich sehe das als Erfolg an.“ Doch die Stimmung im Viertel ist schlecht, sie zeigt ein anderes Bild: „Wir wurden benutzt. Haben die Drecksarbeit gemacht, und jetzt, wenn der Kiez in ist, werden wir rausgeworfen“, erzählt eine Gastronomin, in deren Laden die Schlesis schon vor vielen Jahren ihr Bier tranken.
Hört man den Gewerbetreibenden am Kreuzberger Spreeufer zu, ertönt eine Sinfonie der Sorgen. Es ist nicht die Angst vor einer Gentrifizierung, vor einer Aufwertung des Quartiers. Die Einzelhändler befürchten, dass das Viertel wieder kippt, weil überzogene Mietforderungen das zarte Wirtschaftswachstum abwürgen.
Lutz Henke kennen die wenigsten persönlich, aber die Wandbilder, die sein Verein „Artitude“ malen ließ, kennt jeder. Internationale Street-Art-Künstler gestaltent drei Brandmauern. Das Bild der beiden maskierten Köpfe an der Cuvrystraße schaffte es bis in die „New York Times“. Henke schafft es aber nicht, einen langfristigen Mietvertrag im Senatsreservenspeicher abzuschließen, dabei würde er gerne einen Projektraum für Kunst eröffnen. Der Eigentümer will sich nicht festlegen. Nun sucht der Verein in einem anderen Viertel. „Wir wollen investieren, aber nicht als Zwischennutzer“, sagt Henke.
Auch das Yaam, Veranstaltungsort und Keimzelle von Bands wie Seeed und Culcha Candela leidet. Vor zehn Jahren musste Ortwin Rau mit dem Verein umziehen. Das Grundstück an der Spree, das sie verließen, ist bis heute ungenutzt.
Es sind nicht nur die Zwischennutzer, die Grund zur Klage haben. Die Gewerbemieten an der Schlesischen Straße haben kräftig angezogen. Die Einzelhändler gleich neben Subway schütteln den Kopf, angesichts einer Mietforderung von 20 Euro pro Quadratmeter. Früher zahlte man hier weniger als zehn Euro. „Schauen Sie sich das Haus mal an“, sagt die 26-jährige Berlinerin vom Modeladen Bourbon und zeigt auf die unsanierte Fassade: „Das ist hier doch nicht der Kollwitzplatz.“ Die allein erziehende Mutter verkauft seit zwei Jahren ihre selbst entworfene Mode unter dem Label Salomè Hockwin. „Ich arbeite 16 Stunden am Tag, nachts wird genäht, tagsüber verkauft, das Kind muss versorgt werden. Dennoch verdiene ich kaum noch etwas, bei 1500 Euro Fixkosten“, sagt sie.
Der Ausstatter „Komfort 36“ nebenan handelt mit Möbeln aus den 50er Jahren. Stefan Assmann wohnt seit 25 Jahren in Kreuzberg: „Wir haben mit viel Energie etwas aufgebaut, und jetzt, wo es läuft, kassiert man ab. Die wissen doch gar nicht, was zum Kiez passt und was man hier verdienen kann.“
Das Eckhaus an der Schlesischen Straße, in dem Subway, der Modeladen und Komfort 36 sitzen, steht symptomatisch für einen strukturellen Wandel in der Berliner Immobilienwirtschaft. Das Haus gehörte Jahrzehnte einem privaten Eigentümer, in diesem Fall einer älteren Dame. Die hat an einen luxemburgischen Fonds verkauft. „Der klassische Mietshauseigentümer, der sich fürs Alter absichern wollte, stirbt aus. Vor allem ausländische Investoren interessieren sich für die Innenstadt“, sagt der Soziologe Sigmar Gude. Seine Firma Topos untersucht seit zehn Jahren SO 36. „Pauschal lässt sich zwar nicht behaupten, dass dies zu höheren Mieten führt, aber extreme Fälle gibt es.“
Auch die vermeintlichen Zentralfiguren des Ausverkaufs haben wenig Freiraum: Für den Overkill-Shop könnte bereits der nächste Monat das Aus bedeuten. Die Baumaßnahmen haben das knappe Budget gesprengt. „Wir leben von der Hand in den Mund, wie 2003, als wir den Laden gegründet haben“, sagt Robert Schultz. Dann wäre der Traum vom exklusiven Turnschuhgeschäft am Schlesischen Tor geplatzt. Und wenn man dabei seine Augenringe sieht, wird klar, dass das Leben als Unternehmer kein leichtes ist: „Wir sind keine GmbH, sondern haften als GbR privat. Da fragt man sich schon, ob es das Risiko Wert war.“ Den Betreibern geht es im Kleinen wie SO 36 im Großen. Auf der einen Seite stehen die linken Kreuzberger, die Overkill vorwerfen Teil des Problems zu sein, auf der anderen Seite der Vermieter, die Berggruen Holding.
Berggruen hat in den letzten Jahren viel Geld in Berliner Immobilien investiert. „Rund 200 Millionen Euro haben wir ausgegeben, davon 60 Prozent in Kreuzberg", sagt Geschäftsführer Samuel Czarny. Die Berggruen Holding wurde von Nicolas Berggruen, Sohn des berühmten Kunstsammlers Heinz Berggruen, gegründet. „Wir sind an langfristigen Investitionen interessiert, wir haben keinen kurzfristigen Erfolgsdruck, da die Liquidität vorhanden ist“, sagt Czarny. „Wir suchen eine kreative Mischung.“ Besonders in Kreuzberg gebe es enormes Entwicklungspotential: „Innerhalb der nächsten zehn bis fünfzehn Jahre rechnen wir mit einer Verdoppelung der Mieten.“
Doppelte Mietpreise, Sebastian Krekow will genau das verhindern. Der Student der Astrophysik hat den Deutschlandableger von Indymedia aufgebaut, einer Internet plattform der linken Szene. Kreuzberg sollte seiner Meinung nach vor Investoren abgeschirmt werden: „In unserer Gesellschaft muss auch Platz für alternative Lebensformen sein. Lange gab es in Kreuzberg ein solidarisches Miteinander, wurden Projekte basisdemokratisch geführt. Warum kann man aus SO36 kein zweites Christiania machen?“ Der Stadtteil von Kopenhagen wird seit 1971 als so genannte Freistadt autonom geführt. Eine Polizei gibt es nicht. „Warum gibt es das nicht in Berlin? Die reichen Westdeutschen müssten dann woanders hinziehen, zum Beispiel nach Prenzlauer Berg“, sagt Krekow. Linke Freistadt oder doppelte Mieten – die Vorstellungen könnten nicht weiter auseinander liegen.
Der ehemalige Titanic-Chefredakteur, Parteivorsitzende der „Partei“ und Kreuzbergfan Martin Sonneborn hat eine pragmatische Lösung anzubieten, um die Prenzlauerbergisierung zu verhindern. „Wir sind dabei, uns flächendeckend in Kreuzberg einzukaufen. Die ,Partei' plant gezielt Randgruppen anzusiedeln, also Neger-WGs und Neuköllner Prekariat mit günstigen Mieten nach Kreuzberg zu locken. Das macht Immobilienspekulanten einen Strich durch ihre Rechnung.“ Auch „Die Partei“ kaufte bereits ein Haus in Kreuzberg, allerdings im beschaulichen 61.
Was Sonneborn unter dem Schlagwort „Ansiedlung von Neger-WGs“ überspitzt vorschlägt, verweist auf den grundlegenden Unterschied zwischen Kreuzberg und Prenzlauer Berg. Rund um Helmholtzplatz und Kollwitzplatz fand in den 90er Jahren ein fast kompletter Bevölkerungsaustausch statt. So etwas gab es in Kreuzberg nicht. Hier wohnen Studenten, Kreative und Türken schon seit Jahrzehnten, der Ausländeranteil beträgt fast 40 Prozent. „Diese Zahl ist konstanter geblieben, als allgemein angenommen wird. Eine Abnahme lässt sich nur durch Einbürgerungen begründen, weshalb wir mittlerweile von Immigranten statt Ausländer sprechen", sagt der Soziologe Sigmar Gude. Zeichen für eine breite Aufwertung sieht er nicht: „Immer noch ziehen reiche Eltern weg, sobald ihre Kinder vor der Einschulung stehen.“
Doch auch Gude sieht eine Gefahr: „Die Gewerbemieten sind überproportional angestiegen.“ Wegen der Investorenträume für Mediaspree gebe es zu hohe Erwartungen bei den Eigentümern. Das sei schon am Potsdamer Platz gescheitert – die Lage rund um die Lützowstraße wurde durch die Nähe zu ihm nicht begehrter. Um die Gewerbemieten auf ein realistisches Maß zu bringen, plädiert er dafür, Mietobergrenzen einzuführen. Solche Grenzen gelten in SO 36 im Rahmen des Milieuschutzes bereits, allerdings nur für Wohnungen, nicht für Gewerbe. „Doch die Ausweitung ist politisch nicht gewollt“, so Gude. Im Gegenteil, immer wieder verlangen liberale Politiker von Bezirksbürgermeister Schulz, die Milieuschutzverordnungen bei Wohnungen abzuschaffen. Eine absurde Forderung: Selbst der Berliner Maklerverband sieht keinen Spielraum mehr für Preissteigerungen. Eine Studie des Verbandes hat ergeben, dass die Kreuzberger schon 35 Prozent des Durchschnittseinkommen für Wohnen ausgeben müssen mehr als als andere Berliner. Für viele Kreuzberger wird es eng, vor allem wenn sie sich eine neue Wohnung suchen wollen.
Wie man sich erfolgreich gegen eine Verdrängung zur Wehr setzen kann, haben die wohl bekanntesten Gewerbetreibenden am Schlesischen Tor gezeigt, die Mieter der „bunten Ecke“. Der Bagdad Döner, der Stand für Mini-Pizza an der Ecke und die Bäckerei Salut sind das Herz des Schlesischen Tors, sie sind Anlaufstelle für Nachtschwärmer, Frühschichtler und Werber in der Mittagspause. Der Liegenschaftsfonds Berlin wollte die Baracken, die dort seit den 50er Jahren stehen, verkaufen. Ein Ärztehaus war geplant. Als die türkischen Mieter dies über die Presse erfuhren, schalteten sie einen Anwalt ein. Der stoppte den Verkauf und machte ein Erstkaufrecht geltend. Gemeinsam brachten die sechs Mieter die Kaufsumme von 500.000 Euro auf und erwarben das Grundstück. Die neuen Eigentümer wollen nun ihre Geschäfte in einem Neubau integrieren.
„Kreuzberg wäre ohne Türken nicht vorstellbar“, sagen Robert Schultz und Thomas Peiser von Overkill. Daher waren auf der Eröffnungsparty nicht nur Promis geladen, sondern auch Hakan Sever vom Bagdad Döner. Er plauderte mit dem Chef von Adidas Original über Unternehmertum, über Berlin und vor allem über die Kreuzberger Mischung. „In Kreuzberg kommen Türken und Deutsche zusammen, so wie in Friedrichshain Ost und West zusammenwächst“, sagt Schultz, der in Prenzlauer Berg geboren wurde. Unvergessen sind die Bilder zur Fußball-EM, als die Türken auf den Straßen am Schlesischen Tor mit den Deutschen feierten, obwohl sie verloren hatten. Verkaufsschlager bei Salut sind gerade die Lebkuchenhäuschen, im klassisch deutschen Hänsel-und-Gretel-Look. „Wenn in Kreuzberg die Integration nicht funktioniert, wo denn dann?“, fragt der türkische Spätkaufbesitzer am Schlesischen Tor freundlich. „Kreuzberg ist unsere Heimat.“ Selbst der Subway in der Schlesischen Straße merkt das. Weil das Geschäft nicht läuft, soll die Hälfte des Ladens nun verkauft werden. An einen türkischen Händler.
Was wird aus dem Kampf um Kreuzberg? Kreuzberg wird kein Christiania für Großstadthippies, aber auch kein Soho für Kunstmillionäre. Es wird weiterhin ein Ort für gegensätzliche Lebensentwürfe bleiben, egal welche Pläne und Träume Einzelne verwirklicht sehen wollen. Das liegt vor allem an seinen Bewohnern, die sich stärker mit ihrem Bezirk verbunden fühlen als alle anderen Berliner. Trotz des Wandels, im Kern ist Kreuzberg immer gleich geblieben. Solange es linke Utopisten gibt, die gegen das Kapital ankämpfen, und Unternehmen, die trotzdem noch in Kreuzberg investieren, braucht man sich keine Sorgen zu machen. Die Kreuzberger Mischung überlebt.
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Kommentare
LOLE!
Was ich wirklich lustig finde, ist die Art von "Kiez-Mentalität" die einen offenbar fröhlich die Schaufensterscheiben von irgendwelchen mickrigen franchise-Buden zertrümmern lässt (und die im wahrsten Sinne des Wortes prekären Existenzen deren Besitzer gleich mit...). "Subway" ist das wahrscheinlich egal, wenn der Laden zu bruch geht, dafür haftet der Franchisenehmer (steht ja im Artikel, 6000 Euro für Fenster etc...). Das waren wahrscheinlich wieder irgendwelche 22-jährigen Krawallschwaben, die ihre Wartesemester aufs Jura-Studium an der FU mit ein wenig selbstgerechter Randale überbrücken wollten. Gewiss, "Subway"-Filialen werden die Mieten im Umfeld in ungeahnte Höhen treiben... haha! Genauso wie McDonalds. Wahre Agenten der Gentrifizierung. Versucht doch mal die Scheiben bei McDonalds am Hermannplatz einzuschlagen, dann macht ihr wenigstens mal Bekanntschaft mit dem ECHTEN Proletariat. Von wegen 'Nike-Shoxx' in die Fresse und so...
Super Hans 01.12.2008 21:43 UhrTo Sofie
Go back to Marzahn!!!!!! Du hast sowieso nichts mit Kreuzberg zu tun. In Marzahn kannst du deine Ruhe haben.
odsux 01.12.2008 10:55 UhrSofie
Zum Glück gibt es noch Menschen, die nicht so denken wie Sofie... Ich persönlich hoffe für dich, Sofie, dass du niemals umziehen musst und dort Leute triffst, die genau die gleiche verdammte Meinung wie du ("scheiß Wessis raus") haben.
Daisy 29.11.2008 19:04 UhrSteigende Mieten
Die ewige Diskussion von Privatisierung des Profit eine Attraktivität Immobilien-Gebiet (siehe bitte unter z.b. London, Paris, Barcelona, Madrid, Copenhagen, Tokyo bla bla) ist schwer zu führen ohne ein Ansprechen die Politische Regulierung des Immobilienspekulation. Es ist A-B-C die Aufgabe des Staat, die Geschäfte zu regulieren damit alles nicht aus dem Ruder läuft.
rthansen 28.11.2008 11:58 UhrWas jetzt gerade läuft mit die Ökonomische Krise ist folgendes: Spekulanten und internationale Fonds kaufen mit Hilfe des Kredite die internationale Großbanken in neue Immobilien wachstumsgebiete ein (oft mit 80% Fremdkapital, heißt die Spekulanten hat wenig eigenkapital). Es gab wenige gute Geschäfte wie Eigentum in die letzte 10 Jahren, selbst wenn es jetzt der Vergangenheit zuhört.
In Endeffekt passiert folgendes: Wenn Staaten, wie der Deutsche, Großbanken mit Steuergelder retten, aus Ihre Immobilien Bankerotten-Misere, bezahlen Mieter sozusagen letztlich für die Finanzierungen Ihre eigene Mieterhöherungen durch zukünftige Steuererhöhungen. Der vollkommene Absurdität. Die übrigbleibende Profite, der Unterschied zwischen alte und neue handelspreis, wird aber Spekulanten zu verteilt. Oft ganz wenige Leute wie dann Ihre Gelder in noch mehre Absurditäten einstecken wie Moderne Kunst etc.
Mann kann nicht mehr über Immobilien Geschäfte reden, ohne den Wahn was in Moment passiert, zu annehmen.
Was ist sonst die Ansage? Private Spekulanten soll Ihre bereitstehende Gelder weghalten? Alte Immobilien Eigentümer soll Ihre Immobilien in X-berg nicht verkaufen mit Gewinne? Unternehmer dürfen Ihre Geschäfte nicht machen (damit letztlich wir alle, inkl die Autonome nicht essen können). Das ist ja Utopie Denken und verschiebt die Diskussion nach etwas näher am Unterhaltung an das Problem wirklich seriös wahrzunehmen.
www.inc-berlin.com
Konkretes Beispiel
Lieber Sebastian,
Martin Hildebrandt 26.11.2008 17:25 Uhrmein Anliegen war es nicht, die Kreuzberger Linke als "hängengeblieben" darzustellen, sondern zu zeigen, dass sie ein wichtiger, identitätsstiftender Teil des Bezirkes sind, neben Türken, Studenten und Investoren. Das falsch zitiert worden sei, höre ich zum ersten und einzigen Mal. Und wir haben ja mit sehr vielen Leuten geredet. Vielleicht kannst du das näher konkretisieren oder das von dir Gesagte richtigstellen?
Zugezogene raus
Die Misere kommt ja nicht erst mit den Investoren. So läuft's immer, ob in Prenzelberg oder in KreuzberG. Zuesrt kommen die ach so hypen Künstler, Studenten, Freaks. Da sie meist aus Wessiland stammen (oder dem Ausland), den Mietspiegel nicht kennen und auch nicht, was Einheimische so verdienen, zahlen sie an Miete alles. Ich hasse diese Schilder "Suche 3-Zimmer-Wohnung hier im Kiez bis 800 Euro". Also: Diese Klientel verdirbt schon mal die Preise. nach und nach kmmen dann (überflüssige) Bars, Kneipen und Lädchen hinzu. Irgendwann finden Tausend andere die Gegend "hip" und ziehen ebenfalls hin - nerv! (Übrigens, weil Medien wie Tip und Zitty nix anderes zu berichten wissen, wird dieser Trend mit geschaffen und verstärkt). So, dann entdeckt die Industrie den Bezirk - Motto "Hip passt zu meinem Produkt, da muss ich einen Laden hinpflastern". Neue Läden ziehen vielleicht noch mehr Zugezogene und Touris an, alles wird banal, oberflächlich, austauschbar, unauthentisch. Wie aber so eine Entwicklung verhindern? Meines Wissens hat das nich nirgends geklappt (es gibt im schicken Hamburg Viertel, die einmal so waren wie Kreuzberg - verschwunden, untergegangen, jetzige Mieten für Normalbürger unbezahlbar.)
Sofie 23.11.2008 18:20 UhrEine Insel zu schaffen, ist, glaube ich unrealistisch. Aber die Scheiss-Wessies sollten einfach nach Prenzelberg und Friedrichshain ziehen (wo alles schon versaut ist). Wir Einheimischen sind nicht scharf auf euch, eurer blödes Geplappere, eure Multikultimusik, eure Canadian Pizza, eure Parkplatzsucherei,... wir wollen unter uns sein und unsere Ruhe haben. Wir spielen hier nicht Großstadt, wir sind hier aufgewachsen. Bitte geht nach Prenzelberg oder Charlottenburg, oder wisst ihr gar nicht, wo das ist?
Artikel voller Verfälschungen
Offensichtlich hat der neue Chefredakteur es für notwendig gehalten Artikel so zu verfälschen, daß er seine Meinung damit bestätigt sehen kann. Ich bin einer der Leute, die interviewt worden sind und mir wurden allerhand Dinge in den Mund gelegt.
SebastianK 23.11.2008 11:41 UhrWarum lässt er seine Schreiber überhaupt recherchieren und interviews führen, wenn er sich dann doch Fakten und Zitate so ausdenkt, damit er sein kleinstädtisch-westdeutsches und vor allem dumm-konservatives Klischeebild von den angeblich "hängengebliebenen" Linken produzieren kann?
Hab schon 2 Cafes gefunden, die die Zitty nicht mehr auslegen wollen :-)
xberg
96 hat es mich auch erwischt...doch mittlerweile hat sich die o-straße zu einer kaffeelandschaft entwickelt...
deluxe 22.11.2008 11:13 Uhrwas mit overkill passiert ist echt scheisse ! die autonomen sollten sich endlich mal in das jahr 2008 einklinken....wo ist der autonome laden??? der verbindet, konstruktiv politisch, kreativ und schöpferisch arbeitet. die geschichte mit subway klingt zwar nach dem ersten hinsehen dramatisch aber sorry.....nachdenken..es hätte ja auch ein cooler imbissladen entstehen können, der laden ist so groß dass er für neue konzepte raum gehabt hätte. ich persönlich hab auch einen schrecken bekommen, der laden passt da einfach nicht hn und sieht scheisse aus !
das ist für mich der neue individualsmus....hätte sich der mensch anstatt sich keine gedanken übers konzept machen müssen eine gemeinsame gruppe gebildet, hätte man etwas aus dem laden machen können....und sich vor allem mit den schon vorhandenen kurzschließen, wenn nicht wo sonst als in kreuzberg sollte man den anfang machen für gemeinschaften...mit menschen für menschen ! ZUSAMMEN und nicht gegen. das ist die einzige Chance zu retten...schöpferisch tätig sein und trotzdem geld verdienen ohne sich zu verbrennen...
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