Oliver Kalkofe live im Postbahnhof: »Horst war das immer scheißegal«

Foto: Fairmedia
Interview: Lutz Göllner
kommentieren

Zunächst mal nachträglich mein Beileid: Im letzten Herbst ist Ihr Rehpinscher Horst gestorben.  Ja, das war traurig, aber von Horst konnte man wirklich etwas fürs Leben lernen. Der war blind und krank und auch schon mehrmals klinisch tot, aber das war Horst immer scheißegal, und egal, wie schlecht es ihm ging, am nächsten Tag ging es immer weiter. Horst hat gefurzt und gebissen – das hört sich jetzt lustig an, aber der konnte mit Leid umgehen und sein Schicksal akzeptieren.
Apropos Tod: Wenn Ihre „Mattscheibe“ jetzt auf der Bühne weiter geht, heißt das dann, dass sie im Fernsehen tot ist? Nicht unbedingt. Wie es im Fernsehen weiter geht, weiß ich noch nicht. Aber im Moment ist das Bühnenprogramm für mich das Schönste, was passieren kann. Die Reaktionen des Publikums bekomme ich unmittelbar mit. Das ist im Vergleich zur TV-Sendung ein Bonus und ein Luxus.
Das ist doch aber auch ein Risiko. Auf der Bühne kann viel mehr schief gehen. Sehe ich gar nicht so. Eine Tour und ein Bühnenprogramm kann man sehr gut planen, weil man weiß, die Leute kommen und wollen Spaß haben. Bei vorproduzierten Sendungen ist vorher nie klar, wie die nun ankommen.
Aber Ihre TV-Präsenz ist kein Nachteil? Nein, das ist ein Vorteil. Ich musste mir meine Bekanntheit nicht ertingeln. Durchs Fernsehen wissen die Leute, dass es mich gibt und was ich so mache. Andere Kollegen hatten es da viel schwerer, die haben sich ihre Bühnenpräsenz regelrecht erarbeitet.
Und was erwartet uns nun bei Ihrem Programm? Es wird bunt und abwechslungsreich, da gibt es kleine Stand-Ups, „Mattscheiben“-Einspieler, Onkel Hotte gibt ein Gastspiel, und ich benutze Dias und Overheadprojektor.
Eigentlich ist das die „Mattscheibe“, wie sie früher im Radio zu hören war, das hat alles viel mehr Tempo. Ich hätte nie gedacht, dass das auf der Bühne funktioniert, aber ich kann jetzt auf aktuelle Sendungen wie die „Uri Geller“-Show auch viel schneller reagieren.

18.-20. + 22.2., 20 Uhr, Postbahnhof. Eintritt 20 Euro


Leser:
  • Currently 0/5 Stars
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Ihr Kommentar

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.