Landwehrkanal: Brockelmann muss netter werden


Landwehrkanal
Daniel Boese
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Der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA), Hartmut Brockelmann, hat von seinen Vorgesetzten einen Dämpfer bekommen. Er muss bei der Planung der Kanalsanierung ein externes Mediationsteam akzeptieren, das die Lösung des Konflikts begleiten soll. Rosige Aussichten für die Bäume am Landwehrkanal: Am 29. September beginnt das Schlichtungsverfahren mit der Vorstellung möglicher Varianten der Kanalsanierung. Die Frage, die sich die Baumschützer zur Zeit stellen: Ist dieses Gesprächsangebot ernstzunehmen oder ein Ablenkungsmanöver des WSAs? Schließlich ist ihnen noch gut in Erinnerung, wie Amtsleiter Hartmut Brockelmann im Juli zwar noch mit der Initiative verhandelte, aber längst Polizeischutz bestellt hatte und Bäume fällen ließ.

Das Mediationsangebot ist aber seriös. Wie zitty aus Behördenkreisen erfuhr, ist Amtsleiter Hartmut Brockelmann nicht mehr alleiniger Herr des Verfahrens. Sowohl im Verkehrsministerium von Wolfgang Tiefensee als auch beim direkten Vorgesetzten der Schifffahrtsdirektion Ost in Magdeburg war man unzufrieden mit Brockelmanns Krisenmanagement, das den Konflikt noch anheizte. Nicht nur, dass der Streit übermäßig viele Beamte beschäftigte, er warf auch ein schlechtes Licht auf die Verwaltung der Bundeswasserstraßen. Die Öffentlichkeit stellte unangenehme Fragen: Warum braucht die Behörde so viele Mitarbeiter für ihre Aufgaben? Ist der geplante Ausbau der Spree im Berliner Norden durch das Projekt 17 wirklich sinnvoll? Nun soll Brockelmann für einen möglichst ruhigen und konfliktfreien Verlauf der Kanalsanierung sorgen. Dabei wird er nicht daran vorbeikommen, auf die Argumente und Ideen der Bürgerinitiative einzugehen. Schon aus Interesse an der eigenen Karriere. Im Verkehrsministerium beobachtet man das Verfahren genau.

Informationsveranstaltung, Samstag, den 29.09, 13 bis 17 Uhr, Umspannwerk Kreuzberg, Paul-Lincke-Ufer 20


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