: Weihnachten für Nostalgiker

Früher war alles schöner und Weihnachten auch: Da aß der König noch von Porzellan mit Rosenmotiv und der Mohr brachte die Schokolade. Wer heute von Shopping an allen Adventssonntagen die Schnauze voll hat und das Fest lieber mit klassischem Flair begeht, muss die richtigen Orte finden. Königlich-preußische Weihnachten kann man im Schloss Charlottenburg erleben: Im oberen Runden Saal, der im 19. Jahrhundert auch als Speisesaal genutzt wurde, lässt eine königliche Festtafel mit kostbarem Porzellan das Ambiente höfischer Diners lebendig werden. Neuerwerbung von einem Nachfahren des letzten kaiserlichen Kellermeisters Willhelm Schlüter rmöglichen es , eine stimmungsvolle Tafel einzudecken, wie sie für die königliche Familie in der Adventszeit um 1850 hätte bestimmt sein können. Heiligabend, die kürzeste und dunkelste Nacht des Jahres, war vor hundert Jahren noch dunkler als heute – das zeigt die Ausstellung „Berlin im Licht“ im Märkischen Museum. Denn das heute so selbstverständliche elektrische Licht ist gerade mal ein Jahrhundert alt, die gelungene Ausstellung ist ein lohnendes Ausflugsziel an den Feiertagen. Kein Weihnachtsfest ohne Zuckerzeug, in der Domäne Dahlem kann man mehr über „Süße Verlockung“ erfahren. Die Geschichte „von Zucker, Schokolade und anderen Genüssen“ wird dort erzählt und man lernt, wann der Schokoladenmohr geboren wurde. Für Kinder gibt es eine Geruchsinsel und ein Ratespiel. Nur Plätzchenbacken muss der Nostalgiker selber.  

Weihnachten bei Hofe, Schloss Charlottenburg, Spandauer Damm 10-22,
Di-So, 10-17 Uhr, am 24. geschlossen, am 25. 13-17 Uhr, am 26. 10-17 Uhr, Sonderführung bis 28.12. täglich außer Montag, 14 und 15.30 Uhr
Berlin im Licht, Märkisches Museum, Am Köllnischen Park 5, Di, Do, So: 10-18 Uhr, Mi 12-20 Uhr, Fr, Sa 14-22 Uhr, 25. 14-18 Uhr, 26. 14-22 Uhr
Freilichtmuseum Domäne Dahlem, Königin-Luise-Str. 49, bis 4.1.09,
Heiligabend geschlossen, 25. 14-18 Uhr, sonst Mi-Mo 10-18 Uhr


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