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- 03.04.2009
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"re:publica '09": Blogger und die Tücken des Netzes
Im Friedrichsstadt-Palast wuseln Menschen herum, die mit klassischer Revue und Theater nichts am Hut haben. Dafür haben sie Laptoptaschen umgehängt und verteilen eifrig Visitenkarten. Zwischendurch erfolgt der Hinweis, dass der nächste Programmpunkt der re:publica startet. Re:publica ist eine zum dritten Mal in Berlin stattfindende Konferenz von Medienschaffenden für die Blogger „da draußen“. Und das Draußen ist im Wandel, denn moderne Kommunikationstechnologien prägen unseren Alltag und verändern diesen. Zur Gründung sei es schlichtweg aus Notwendigkeit gekommen, sagt Mitorganisator Andreas Gebhard: „Es gab in Deutschland bis zum Jahr 2007 keine geeigneten Treffen für Blogger, auf denen sie sich austauschen konnten. Außerdem wollte ich eine Konferenz machen, auf die ich selbst gehen würde.“
Das Motto der diesjährigen Konferenz ist „shift happens“. Wandel passiert. Und er umfasst viele Bereiche, wie die Schlagworte der re:publica 2009 zeigen: Bildungs- und Gesundheitssystem, Unterhaltung, Politik, Datenschutz. Große Themen, die sich für jeden im Kleinen, also im eigenen Alltag, bemerkbar machen. So unterschiedlich die Schwerpunkte sind, so unterschiedlich sind auch die Teilnehmer. Blogger, IT-Spezialisten und Wissenschaftler tauschen sich über ihre Sicht auf die digitale Gesellschaft aus. Die menschlichen Netzwerke funktionieren, die technologischen bereiten zeitweise Probleme. Selbst die modernste Technik ist nicht vor Aussetzern gefeit. Das eigens für die Konferenz im Friedrichsstadt-Palast errichtete WLAN funktioniert nicht immer, was den etwa 1.800 anwesenden Teilnehmern Live-Berichte von der re:publica erschwert. Was sich nach Problem anhört, wird von Andreas Gebhard gelassen betrachtet: „Die re:publica richtet sich ja nicht nur an Internetjunkies, die ständig im Netz hängen. Das Wesentliche hier sind die Diskussionen und Workshops, an denen sich Experten aus über zehn Ländern beteiligen.“
Noch den ganzen Freitag dreht sich alles um Weblogs, Online-Telefonie oder den Versand von Kurznachrichten übers Netz. Kommunikationsformen, die unter dem Sammelbegriff Social Media laufen. „Existiert“ bald nur mehr der, der uns per Blog oder Online-SMS auf dem Laufenden hält? Die Potentiale von Social Media beleuchtet die re:publica ebenso wie mögliche Gefahren, die mit einer fortschreitenden Digitalisierung der Gesellschaft einhergehen. Zur Gesprächsstoff ist gesorgt. Ob die Diskussion nun in der virtuellen oder in der „echten“ Welt erfolgt – das bleibt den Besuchern der Konferenz selbst überlassen.
Alle Informationen zur re:publica und ihren Themen gibt es hier.
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