- Artikel
- 11.03.2008
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Berlin-Titel: Die Orte des neuen Neukölln
Zum abends einen heben
Ä
Was: Urige Kneipe und integrierte Kultur-Plattform mit neuerdings auch kleiner Tageskarte. Wer: Heinz Schwarzzenberger ist selbst Künstler und hat schon lange vor der Eröffnung des Ä diverse Veranstaltungen organisiert, die Kunst mit Feiern kombinierten. Mit seinem eigenen Laden wollte er sesshaft werden und der ständigen Nachfrage vieler Neuköllner Bekannten nachkommen .
Seit: Juni 2007
Weserstr. 40, tägl. ab 17 Uhr,
Tel. 0177- 406 38 37, Homepage Ä
Freies Neukölln
Was: Kneipe/Imbiss im Alt-Berliner Stil mit mediterraner Küche und eigenem Internetsender (www.sender-fn.de). Wer: Antje Borchardt und Matthias Merkle vermissten in ihrem Bezirk eine Kneipe, die weder wie das Kinski noch wie das Ringo aussah. Antje ist nebenbei Filmproduzentin, Matthias Regisseur.
Seit: November 2006
Pannierstr. 54, tägl. ab 19 Uhr, Homepage Freies Neukölln
Goldberg
Was: Bar/Café in stilvollem Design mit Suppen, Frühstück, Weinen, Cocktails. Wer: Der ursprüngliche Kreuzberger Sade Caglayan hat nach langer Tätigkeit im Charlottenburger Manzini in Zusammenarbeit mit seinem Bruder aus einer Alt-Berliner Eckkneipe einen Platz zum Wohlfühlen gemacht.
Seit: Dezember 2007
Reuterstr. 40, tägl. ab 9 Uhr
Kulturverein Kinski e.V.
Was: Erste und für lange Zeit einzige Kneipe im Kiez, die nicht wie eine Berliner Eckkneipe aussah und roch. Verraucht und urig.
Wer: Peter Domsch und Tom Visser leben schon länger in Neukölln und wollten etwas schaffen, wo man gerne hingeht. Erstaunt, wie gut es von Anfang an lief, waren sie trotzdem. Seit: 2003
Friedelstr. 28, Di-Sa ab 20 Uhr, www.studio-kitsune.de
Kuschlowski
Was: Äußerst charmante, kleine Bar mit Kamin und einem beeindruckenden Wodka-Sortiment in einem alten Puff.
Wer: Natasha Skvortsova kommt ursprünglich aus Russland, wo sie Germanistik studiert hat. Dennoch ist sie Gastronomie-Expertin und betreibt mit ihrem Ehemann Daniel Neugebauer das Kuschlowski. Der ist gelernter Dachdecker und Architekt, kommt ursprünglich aus Brandenburg und baut nebenbei Möbel und Lampen.
Seit: November 2007
Weserstr. 202, tägl. ab 19 Uhr
Raumfahrer
Was: Ganz in Rot gestrichene Bar mit großem Schaufenster und gemütlicher Atmosphäre.
Wer: Per Sansprup und Bruno Montani „waren Freunde, bevor sie Geschäftspartner wurden“ – was auch immer das heißen mag. Per kommt aus mindestens drei deutschen Städten (er kann sich nicht recht entscheiden, was sein Heimatort ist) und Bruno, der eigentlich Stuntman ist, stammt aus der Pariser Banlieue. Beide leben seit ein paar Jahren in der Gegend und haben sich irgendwann in den 70er-Jahre-Bau ihres Raumfahrers verliebt.
Seit: Februar 2008
Hobrechtstr. 54, Mo-Sa ab 19 Uhr
Ringo
Was: Café/Bar mit Bistroküche im Retrostil – das erste Lokal im Kiez, das so richtig an Mitte erinnerte.
Wer: Die drei Besitzer Christina Hohmann, Cilal Sezgin und Konstantin Wnuck sind alte Freunde, die schon lange im Kiez wohnen und sich dachten, was viele dachten: Hier fehlt etwas. Deswegen lief das Ringo auch sofort. Cilal und Konstantin betreiben auch das Mathilda im benachbarten Gräfekiez.
Seit: März 2006
Sanderstr. 2, Mo-Sa ab 9 Uhr, So ab 11 Uhr,
Tel. 61 50 79 98
Lecker essen
Jimmy Woo
Was: Asiatisches Restaurant mit französischen Einflüssen.
Wer: Der gebürtige Laote Van Nam Nguyen überträgt die kulturellen Prägungen seines Geburtslandes auf seine Speisen.
Seit: März 2007
Friedelstr. 24, Di-So ab 11 Uhr,
Tel. 0179-806 73 32
Kantina von Hugo
Was: Restaurant für mediterrane Küche mit arabischen Einflüssen und alles andere, worauf die Inhaber gerade Lust haben.
Wer: Inhaber sind die Sudanesin Nadja Salih und Felix von Hugo, der nebenbei schauspielert und Mitbegründer des Kinski e.V. ist (siehe vorige Seite). Seit: Mai 2007
Friedelstr. 31, Mo-Fr 12-24 Uhr, Sa-So 18-24 Uhr, Tel. 22 43 28 25
Rudimarie
Was: Liebevoll eingerichtetes Café mit gutem Kuchenangebot, belegten Brötchen, Suppen direkt neben dem beliebten Weichselspielplatz, der sich seit seiner Sanierung vor zwei Jahren äußerster Beliebtheit erfreut.
Wer: Die aus Niedersachsen stammenden Kamerassistenten Ines Djampour und Ulf Binder wohnten lange in Kreuzberg und sind nun in Neukölln gelandet. Wie die meisten ihrer Gäste sind sie junge Eltern.
Seit: Oktober 2007
Weichselstr. 34, Di-Fr 9-19 Uhr, Sa-So 10-20 Uhr (im Sommer auch länger)
Vögel & Fische
Was: Café mit großen Fenstern und freundlicher Einrichtung. Bietet arabische Küche und guten Kuchen zu sehr guten Preisen.
Wer: Esther ist halbtags Erzieherin und seit 20 Jahren Neuköllnerin. In der Küche erhält sie Unterstützung von einem palästinensischen Koch.
Seit: Februar 2008
Pannierstr. 26, Mo-Do 10-20 Uhr, Fr 10-22 Uhr,
Sa 12-22 Uhr, So 12-20 Uhr
Künstlerisches Neukölln
Able
Was: Galerie, Projektraum, Atelier, Werkstätte mit Netzwerkphilosophie für internationale Künstler.
Wer: Hier haben sich fünf Freunde zusammengetan: Der deutsche Künstler Martin Gielem und die französische Psychologin Béatrice Boudon sind ein Paar, genau wie die auch aus Frankreich stammende Marie D’Ornano und der Schweizer Tom Balmer – beide sind Grafiker. Die letzte im Bunde ist die französische Modefotografin Alice Barthelemy.
Seit: Januar 2007
Hobrechtstr. 28, Do-So 15-20 Uhr, www.kultur-able.com
Gelegenheiten e.V.
Was: Kunstverein mit regelmäßigen Veranstaltungen. Wer: Stephan Meutzner und Nina Roth haben es sich zur Mission gemacht, Neukölln kulturell zu beleben.
Seit: April 2006
Weserstr. 50, Di/Do ab 20 Uhr, Sa ab 16 Uhr, www.gelegenheiten-berlin.de
Kunstreuter
Was: Informationsplattform für Kunst und Kultur im Reuterkiez.
Wer: Hinter der ehrenamtlich betriebenen Homepage steht die Galeristin und Künstlerin Daniela Reifenrath (www.malerei-u-grafik.de).
www.kunstreuter.de
Ori / Forum künstlerische Bildmedien e.V.
Was: Kleiner gemütlicher Projektraum mit Bar. Wer: Das Forum für künstlerische Bildung e.V. veranstaltet hier regelmäßige Vernissagen und Lesungen. Seit: September 2007
Friedelstr. 8, Mi-So ab 16 Uhr, www.ori-berlin.de
O Tannenbaum
Was: Projekt- und Kunstraum, Plattenlabel, CD-, Platten- und Kunstbuchladen. Wer: Die beiden Holländer Per und Pieter sind von Nijmegen und Rotterdam kurz vor ihrer Ladeneröffnung am 27. Januar nach Neukölln gezogen. Man hatte ihnen erzählt, dieser Bezirk sei für Künstler groß im Kommen.
Seit: Januar 2008
Pflügerstr. 79a, Mi und Sa 13-19 Uhr, Tel. 0152-09 73 92 85, www.o-tannenbaum-berlin.de
Shoppen in Neukölln
Fishbelly
Was: Das Unterwäsche-Label ist dem deutschen Playboy zufolge eines der besten weltweit und zu erhalten im KaDeWe, am Hackeschen Markt, und in der Friedelstraße. In Neukölln wird allerdings mehr produziert als verkauft.
Wer: Jutta Teschner ist gelernte Modedesignerin und Inhaberin des zehn Jahre alten Labels.
Seit: März 2007
Friedelstr. 25, Mo-Fr 12.30-19 Uhr, Sa 12-18.30, Tel. 617 51 00
Sei mein
Was: Junge Mode für junge Frauen.
Wer: Teresa Albiez, Julia Osmers, Maria Vargas Corvera haben alle Mode studiert und vorzeitig abgebrochen. Jetzt machen sie diesen kleinen, süßen Laden, planen Kunstprojekte und studieren Philosophie.
Seit: Juli 2007
Sanderstr. 4, Mi-Fr 13-20 Uhr, Sa 12-20 Uhr,
Tel. 0163-682 74 27
Trummer und Trummer
Was: Raum für Mode und Kostüm mit Prêt-à-Porter-Mode für Frauen und Hüten von Helena Koj.
Wer: Die Wiener Schwestern Sabine und Alexandra Trummer sowie die Hutdesignerin Helena Koj nutzen die Räumlichkeiten als Atelier, Showroom und Verkaufsladen.
Seit: Februar 2006
Sanderstr. 6, Fr 15-20 Uhr, Sa 13-18 Uhr,
Tel. 0178-368 93 88, www.trummerundtrummer.eu
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