Malerei der 60er Jahre
„Es gibt ein Gran Schönheit, das direkt und ohne Umschweif auf den Betrachter wirkt, jenseits aller ästhetischer Kategorien ... Ich bin überzeugt, dass es diese schlichte, beinahe verschämte Schönheit ist, die Kunstwerken Dauer verleiht. Ich für meinen Teil habe sie in Küglers Arbeiten gefunden.“
Was der Kritiker Klaus Geitel bereits 1965 über die Arbeiten des Berliner Malers Rudolf Kügler sagte, springt auch heute noch jedem Betrachter ins Auge: Küglers zeitlose Werke aus den 60er Jahren sind ein eindrucksvolles Farbenspiel – leuchtendes Rot vermischt sich mit kräftigem Blau zu einem zarten Violet, gelbe Formen schmiegen sich an hellgraue und auberginefarbene. Dabei sind Küglers großformatige Ölbilder von einer Räumlichkeit und Dynamik, der man sich schwer entziehen kann.
Rudolf Kügler, 1921 in Berlin geboren, gilt als Realist des Abstrakten; gleichwohl hat er sich Zeit seines Lebens die Neugier bewahrt, nahezu alle Techniken und auch figürliche Motive auszuprobieren. Bilder, Collagen, große Emaillearbeiten, Zeichnungen, Aquarelle, Radierungen und Skulpturen – sein Werk ist unerschöpflich.
Ibiza ist neben Berlin die zweite Heimat des langjährigen Professors der Hochschule der Künste. Seine ausgedehnten Aufenthalte in Spanien und zahlreiche Reisen durch Südeuropa erklären sicher auch das Leuchtende seiner Bilder, in denen immer wieder die südliche Sonne durchzubrechen scheint.
Die Ausstellung Rudolf Kügler – Malerei der 60er Jahre konzentriert sich bewusst auf eine der produktivsten malerischen Schaffensphasen des Künstlers und zeigt neben Ölbildern kleinformatige Aquarelle.
Die Berliner Galerie Münzing Claassen gründete sich im Januar 2012. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf Berliner Künstlern aus den Bereichen Fotografie und Malerei.
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