Inhaltsangabe
"Langzeitüberlebende" erzählen von ihren Erfahrungen und den sich verändernden Lebensbedingungen mit HIV und Aids über die Jahrzehnte hinweg. Die Interviewten sind in dieser Dokumentation nicht auf Emotionalität reduzierte "Betroffenen-Fälle", sondern erhalten den Raum, um sich eloquent und differenziert zu ihrer Lebenssituation wie auch ganz privaten Veränderungen über die Jahrzehnte hinweg zu äußern.
zitty-Kritik 25/2011
WELT-AIDS-TAG:
Sie sind Kämpfer und Kämpferinnen und haben durch ihre Krankheit viel gelernt – über soziales Zusammenleben, über Sexualität und Partnerschaft, über den Tod. Sechs Männer und eine Frau, alle mit dem
HI-Virus infiziert, erzählen über ihr Leben mit dem Virus. Sie erzählen, wie die Therapien und die immer weiter optimierte Medikation sie leben ließen – sie „positiv“ leben ließen. Regisseur Mark Strombach gelingt es eindrucksvoll, die Menschen zu porträtieren, ihnen nahe zu kommen. Sie erzählen, auch über den schnelleren Alterungsprozess, über Schönheitsideale. „Wat is’ schon schön?“, fragt die porträtierte Chrissy, 61, blaue Strähne im grauen Haar. Der Film entwickelt einen anderen Schönheitsbegriff – die Weisheit, der Wille und die Lust, die die Betroffenen ausstrahlen, lassen sie schön wirken. Gleichzeitig zeichnet der Film kein zu positives Bild: Die ständig präsenten Probleme im Umgang mit HIV und der Ausschluss aus vielen Gesellschaftsbereichen sind auch Thema. Jens Uthoff
Kommentieren
Kommentare
Es sind keine Einträge vorhanden