Beschreibung

Die schottische Prinzessin Merida soll an den besten Bogenschützen verheiratet werden, doch die junge Dame stellt ihr Talent unter Beweis, als sie, als Ritter verkleidet, ihre drei potenziellen Ehemänner in einem Turnier in den Schatten stellt.

Inhalt

Inmitten der rauen Wildnis der schottischen Highlands träumt die talentierte Bogenschützin Merida davon, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Doch im Hause des schottischen Königs hat nur eine das Sagen Meridas Mutter, Königin Elinor. Und die hat eine ganz klare Vorstellung davon, wie die Zukunft ihrer Tochter aussehen soll: Das aufmüpfige Mädchen mit den wilden roten Locken soll möglichst bald unter die Haube, vermählt werden mit einem der Clan-Söhne aus dem Königreich. Also lädt Elinor den klobigen Lord MacGuffin, den mürrischen Lord Macintosh sowie den streitsüchtigen Lord Dingwall und ihre Söhne zu Highland Games ein. Der Sieger des Bogenschießwettkampfes soll Merida zur Frau bekommen, doch sie verlangt als Erstgeborene des Königs selbst teilnehmen zu dürfen und beleidigt durch ihren Sieg die anderen Clans. Die Lords schäumen vor Wut. Als Merida nach einem Riesenkrach mit der Mutter voller Zorn auf ihrem Pferd in den Wald flüchtet, nehmen die Dinge ihren unheilvollen Lauf. Ein magischer Fluch fordert all ihre Kräfte und ihren Mut, wenn sie ihre Familie und ihr Königreich retten will.

 

zitty-Kritik 16/2012

Mal abgesehen vom eher faden „Cars 2“ war noch jeder Langfilm aus dem Hause Pixar eine Sensation. Filmtitel wie „Findet Nemo“, „Ratatouille“ oder „Oben“ lassen nicht nur die Herzen der Kinder pochen.
Auch „Merida“ ist wieder ein ganz ­großer Wurf, wenn auch erst auf den zweiten Blick. Denn auf den ersten wirkt die Geschichte um eine rothaarige, aufsässige Prinzessin wie ein Abklatsch Grimmscher Märchen. Doch den Machern rund um Regisseur Mark Andrews gelingt das Kunststück, aus diesem klassischen Ansatz eine eigene ­digitale Welt zu kreieren.
In einem schottischen Königreich soll die wilde Merida auf Wunsch ihrer dominanten Mutter mit einem der drei jungen Lords verheiratet werden. Doch die entpuppen sich als totale Nullnummern, also tritt Merida selbst gegen sie beim Bogenschießen an. Und nimmt nach der Flucht aus dem heimischen Schloss die Dienste einer alten Hexe an – mit fatalen Folgen für ihre Mutter.
Eine überraschende Geschichte, ein rasantes Erzähltempo und wunderbar ausgefeilte Nebenfiguren wie Meridas drei kleine Brüder, die nichts als Unsinn im Kopf haben, machen den Film zu einem 3D-Erlebnis, das nicht nur sehr lustig ist, sondern einen mitunter auch zu Tränen rührt.

„Brave“, USA 2012, 100 min, R: Mark Andrews, Kinostart: 2.8., deutsche Stimmen: Nora Tschirner, Bernd Rumpf, Arne Elsholtz