SHOW - In Great Britain, den USA und Kanada schon längst ein Star, ist Mr. Bunk in unseren Gefilden noch eher ein Geheimtipp. Ein Wahnsinniger sei er, sagt man. Und ein wahnsinnig guter Puppenspieler noch dazu. Das sind doch mal zwei Qualitäten, die gut zusammengehen - vor allem in Form von "magischen Geschichten aus Licht und Schatten". Mr. Bunk präsentiert sich mit musikalischer Unterstützung einer Band. Ach ja, noch ein Gerücht: Er soll an Tim Burton erinnern. Eintritt 39-49 Euro.

zitty-Kritik

Mr. Bunk, heißt es, wird gern mit dem bizarren Kinozauberer Tim Burton verglichen. Und tatsächlich ist es skurril, wenn der kanadische Schattenspieler sich im Rock mit Flugbrille, Taschenlampe und einer alten Weste zu Beginn den Weg durchs Publikum bahnt, rechts und links Köpfe küsst und streichelt und unverständliches Gebrabbel von sich gibt. Sofort holt er sich auch einen Zuschauer auf die Bühne, der sich zum Clown machen darf. Mr. Bunk zaubert seine Schattenfiguren aber nicht allein durch Formen der Hände auf die Leinwand. Er nutzt Pappfiguren und krude Requisiten wie einen Wischmop, was die Sache witzig aber weniger erstaunlich macht. Mit diesen Utensilien erzählt er dann umständlich eine verschrobene Geschichte um einen Angler und einen Vogel, deren außergewöhnliches Schattenfinale in 3-D (rot-grüne Brillen werden zuvor verteilt) das Erstaunlichste daran ist.
Für 70 Minuten trägt die Show gerade so, auch Dank der jazzigen Live-Musik durch die Bunky Boys, aber von der komisch-morbiden Klasse eines Tim Burton ist Mr. Bunk weit entfernt. Friedhelm Teicke

7.+8., 14.+15.10., 20 Uhr, Chamäleon. Von und mit Jeff Achtem, The Bunky Boys. Eintritt 29 Euro