Dokumentarfilm von Jennifer Fox über Chöegyal Namkhai Norbu, einen der letzten großen reinkarnierten und in Tibet ausgebildeten Lehrer
Inhaltsangabe
Der Film erzählt die Geschichte des tibetanischen Meisters Chöegyal Namkhai Norbu - einer der letzten großen reinkarnierten und in Tibet ausgebildeten Lehrer - und seines in Italien geborenen Sohnes Yeshi. Dessen hartnäckige Weigerung, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, setzt die spirituelle Tradition aufs Spiel. Anstatt sein Erbe anzutreten, geht es Yeshi um die Findung der eigenen Identität.
zitty-Kritik 03/2012
Dokumentarfilm
Stell Dir vor, du bist ein Heiliger gegen deinen Willen. So etwa ergeht es Yeshi Silvano Namkai, 1970 als Sohn einer Italienerin und eines Exil-Tibeters in Italien geboren. Kurz nach seiner Geburt erkennen tibetische Mönche ihn als die Reinkanation eines spirituellen Meisters. Wüchse er in Tibet auf, käme Yeshi in ein Kloster. So wie sein Vater Namkhai Norbu Rinpoche. Während der zum wichtigsten westlichen Lehrer des tibetischen Buddhismus avanciert, wünscht sich Yeshi einen normalen italienischen Papa.
Die Seitenblicke des pickeligen Jugendlichen auf seinen von Jüngern umringten Vater sprechen Bände. Eingefangen hat sie Jennifer Fox, die die Vater-Sohn-Beziehung über 20 Jahre – von 1989 bis 2009 – dokumentiert hat. Zu sehen, wie der Sohn sich langsam der buddhistischen Tradition nähert, Verantwortung in der Gemeinde übernimmt und schließlich sogar nach Tibet reist, wo er wie ein Erlöser gefeiert wird, ist ausgesprochen spannend zu sehen. Unaufgeregt und präzise beobachtet werden die großen Fragen menschlichen Lebens verhandelt: freier Wille und Schicksal, göttliche Bestimmung und die Liebe zwischen Vater und Sohn. Bettina Homann
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