Nowhere Boy
Beschreibung
John Lennon wächst bei seiner Tante Mimi in Liverpool auf. Sie und seine Mutter Julia sind es, die seine Musikkarriere fördern. Zusammen mit seinem Freund Paul McCartney beginnt Lennon Musik zu machen und gründet mit ihm The Beatles.
Kritik
Die Straßen von Liverpool, in denen John Lennon aufwächst, spiegeln sich in vielen Liedern, die er später als Beatle schreiben wird. Das Waisenhaus Strawberry Fields etwa, auf dessen Gelände der Schüler John mit seinen Freunden spielte: Gleich in einer der ersten Szenen des Films von Sam Taylor-Wood über die Jugendjahre eines späteren Weltstars kommt das Namensschild ins Bild, der 15-jährige John (Aaron Johnson) läuft auf dem Schulweg dran vorbei. Er wächst bei seiner Tante Mimi (famos unterkühlt: Kristin Scott Thomas) auf, die ihre Liebe durch Strenge kaschiert. Als sich herausstellt, dass seine Mutter Julia die ganzen Jahre über nur eine Meile entfernt gewohnt hat und John bei ihr die offene Herzlichkeit erlebt, die im gefühlskontrollierten Haushalt seiner Tante fehlt, sucht der Teenager heimlich ihre Nähe. Die lebenslustige Julia eröffnet ihm auch diese neue Musik aus Amerika: Rock’n’Roll. Er nimmt die Energie dieser Musik auf, lernt Gitarrespielen und gründet seine erste eigene Band, The Quarrymen, bei deren erstem Auftritt ein anderer Jugendlicher zuschaut: Paul McCartney.
Regisseurin Taylor-Wood fängt dieses Liverpool der 50er Jahre, die Enge, aber auch die Aufbruchsstimmung, gut ein. Gleichwohl nimmt das stimmige Biopic mit der historischen Begegnung erst richtig Fahrt auf. Beatles-Songs gibt es freilich nicht zu hören – außer gleich zu Beginn: Da erklingt der magische Anfangsakkord aus „A Hard Day’s Night“.
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