Inhalt

Der Film beleuchtet die einzelnen Stationen von Roman Polanskis unglaublichem Leben, angefangen von seiner Kindheit im Krakauer Ghetto, über die ersten Filme in Polen, den Umzug nach Paris, seine Karriere in Europa und Amerika, gekrönt mit einem Oscar für DER PIANIST, die Tragödie des Mordes an seiner schwangeren Frau Sharon Tate in Los Angeles, die Kontroversen um seine Verhaftung im Jahr 1977 bis hin zum heutigen Schaffen und Leben in Frankreich mit seiner Frau Emmanuelle Seigner.

zitty-Kritik

Nächstes Jahr wird Roman Polanski 80 Jahre alt. In fünf Dekaden hat er zeitlose Filme geschaffen wie „Ekel“, „Tanz der ­Vampire“, „Rosemaries Baby“ oder „Chinatown“. Fast genauso lang kennt er den Produzenten Andrew Braunsberg. Während ­Polanski 2010 in seinem Haus im schweizerischen Gstaad festgehalten wurde, weil ein US-Staatsanwalt seine Auslieferung verlangte, führte Braunsberg ein langes Gespräch mit ihm. Ein Interview über Polanskis Leben und Werk und insbesondere die schwärzesten Kapitel: die Verfolgung durch die Nazis, den Mord an seiner hochschwangeren Frau ­Sharon Tate und jenen sexuellen Übergriff an einer Minder­jährigen, der Polanski den Ärger mit der Schweizer Justiz eintrug. Aufgelockert wird der Dialog durch Fotos und Filmschnipsel.

Manches hätte man gern etwas genauer erfahren: Waren jene Kriegsjahre, in denen Polanski bei Bauern untergetaucht war, ­wirklich so sorglos? Bekam er keine Probleme mit dem massiven Antisemitismus im ­Nachkriegspolen? Wie gestaltete sich das Leben unter der Knute des Stalinismus? Wie schwierig war es, das Land 1963 Richtung Westen zu verlassen? Wie ist heute sein ­Verhältnis zu Polen? Trotz der Einschränkungen ist dies ein interessantes Gespräch mit einem bedeutenden Regisseur, der zurückblickt auf ein bemerkenswertes Schaffen – und der etwas zu erzählen hat.