Snow White & The Huntsman
Märchenaction
zitty-Kritik 12/2012
Schade um den Aufwand – denn diese Mischung aus „Der Herr der Ringe“ und „Avatar“ kann optisch teilweise beeindrucken. Schade auch um die Leistung der stets bezaubernden Charlize Theron – wobei „bezaubernd“ hier wohl unpassend klingt, denn ihre Darstellung der Gift und Galle spuckenden Terror-Königin ist das glatte Gegenteil. Doch kein Film taugt ohne eine schlüssige Geschichte, die von ihren Figuren getragen wird und bewegt. Hier funktionieren alle drei Dinge nicht.
Schneewittchen wird von der Königin in einem Turm eingesperrt. Dem Mädchen gelingt die Flucht, ein Jäger (Chris „Thor“ Hemsworth) soll sie zurückbringen. Doch Jäger und Gejagte verbünden sich, dazu kommen sieben saufende Zwerge und eine Jugendliebe sowie einige abgedrehte Fabelwesen. Alles mündet in einer großen Schlacht ums Königreich. Fertig.
Der vielversprechenden Kristen Stewart hätte man zur Emanzipation von der „Twilight-Saga“ eine würdigere Rolle gewünscht. Auch in „Twilight“ steht ihre Rolle zwischen zwei Männern – beziehungsweise zwischen einem Vampir und einem Werwolf. Dort nimmt man den dreien ihre Liebesgeschichte ab. Hier aber wurde neben all dem optischen Bohei die Entwicklung der Figuren gänzlich vergessen.
USA 2012, 127 min, R: Rupert Sanders, D: Kristen Stewart, Chris Hemsworth, Charlize Theron, Bob Hoskins, Kinostart: 31.5.
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