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In dem musikalischen Roadmovie SOUND OF HEIMAT begibt sich der neuseeländische Musiker Hayden Chisholm auf die Spuren der deutschen Volksmusik - auf eine Entdeckungsreise quer durch Deutschland. Als Fremder mit unverstelltem Blick auf die deutsche Kultur und mit offenem Ohr für die Texte und Melodien moderner und traditioneller Musiker trifft er auf eine lebendige Vielfalt regionaler Bräuche und Aktivitäten. Dabei beleuchten die Regisseure Arne Birkenstock und Jan Tengeler in SOUND OF HEIMAT auch die in Deutschland so weit verbreitete ambivalente Haltung zur Volksmusik und dem eigenen Heimatverständnis: Themen, welche durch die vergangene Ideologisierung und die "Heile Welt" des Musikantenstadls vielerorts in Vergessenheit geraten sind.

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Hayden Chisholm ist Neuseeländer, Musiker – und neugierig. Also hat er sich auf eine Reise durch seine Wahlheimat Deutschland begeben, um zu ergründen, wie dort im 21. Jahrhundert mit dem Volkslied umgegangen wird. Und siehe da: Wo Chisholm auch hinkommt, überall wird gesungen.
In Bayern verwundert das weniger, dort spielt das Traditionelle von jeher eine stärkere Rolle als in anderen Landesteilen. Der Neuseeländer besucht hier die berühmte vielköpfige Familie Well, die die beiden Kombos Biermösl Blosn und die ­Wellküren hervorbrachte. Spannender wird es in Bamberg, wo der Musikant auf einige junge Leute trifft, die den Stempel „Volksmusik“ für sich neu ­nutzen und in einer Mixtur aus Blechblaspunk und Folk das Publikum zum Tanzen und Mitsingen bringen.
Weiter landet Chisholm im  Vogtland und in Köln, in Sachsen-Anhalt und im Allgäu, er besucht Liederabende und Jodelkurse. Und darf feststellen: Das Volkslied ist nicht tot, es wird gepflegt, modernisiert. Diese Erkenntnis ist für Menschen, die sich mit dem Thema auskennen, keine neue Erkenntnis. Schade auch, dass Hayden Chisholm nicht mehr weniger offensichtliche Musik-Orte besucht hat. Ein erfrischender musikalischer Road­trip ist der Film dennoch. Martin Schwarz