Stiller Frühling
zitty-Kritik 02/2012
No-Budget-Film:
Was wie eine Teenie-Komödie klingt („Sebastian ist 21 und war noch nie mit einer Frau zusammen...“) ist Low-Budget-Cinema im besten Sinne. Ungewöhnlich zunächst mal in der Form: Keine 50 Minuten lang ist der Film von Nico Sommer, und er lebt vom Schnitt. Abwechselnd sehen wir Basti dem lebens- und frauenerfahrenen Opa sein Leid schildern, mit seiner Therapeutin alberne Übungen machen und mit seinem Kumpel Squash spielen. Doch dummerweise lernt man beim Squash niemanden kennen, und von der Therapeutin wird er für seine Anmachversuche ausgelacht. Dabei ist Basti ein ganz netter Kerl, gespielt wird er fabelhaft von Tom Lass (Foto). Er denkt, dass er „wahrscheinlich nicht schwul“ ist, überwindet sich schließlich zur direkten Ansprache („Willst du mit mir gehen?“) – und nie dreht man sich fremdbeschämt weg. Neben Lass erfreut man sich an den Auftritten von Thorsten Kaphahn und Claudia Jacob. PW
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