Straw Dogs - Wer Gewalt sät (2011)
Inhaltsangabe
Das junge Ehepaar David und Amy zieht in den tiefen Süden der Vereinigten Staaten. Schnell finden sie Kontakt zu den Dorfbewohnern. Doch die anfängliche Nachbarschaftshilfe schlägt nach und nach in offene Feindseligkeit um. Als der rational veranlagte David den geistig zurückgebliebenen Niles bei sich aufnimmt, hinter dem nach einem von diesem begangenen Mord der Mob her ist, kommt es zur finalen Konfrontation, infolge dessen David zeigen muss, dass er aus ganz anderem Holz geschnitzt ist.
zitty-Kritik 25/2011
Der Lack der Zivilisation liegt dünn, ganz dünn über uns allen. Und manchmal reicht ein kleiner Stubser, damit man vom Humanisten zur Bestie wird. Sam Peckinpah wusste das, als er 1971 Gordon Williams’ Roman „The Siege of Trencher’s Farm“ verfilmte und damit neu definierte, was an Gewaltdarstellung im Kino möglich ist.
David Sumner ist ein liberales Weichei. Als er mit seiner hübschen Frau Amy (stahlhart: Kate Bosworth) in deren dörfliche Heimatgemeinde zurückkehrt, nimmt er um des lieben Friedens Willen viele Demütigungen und Beleidigungen auf sich, auch auf die Gefahr hin, dass Amy ihn für einen Schlappschwanz hält. Erst als der Mob den Dorfdeppen hetzt und lynchen will, wehrt sich auch David.
Rod Lurie, Regisseur dieses Remakes, ist ein bekennender Linksliberaler und macht erst einmal vieles richtig: So spielt diese Neufassung im verschwitzten Mississippi, und die Dörfler kommen nicht mehr rüber als wären Vati und Mutti auch Bruder und Schwester. Ganz wichtig: Amy genießt die multiple Vergewaltigung durch ihren Ex-Freund Charlie und dessen Freunde nicht mehr (wie noch ‘71 bei Mad Sam). Auf der anderen Seite ist Davids Wandel zum Killer recht unvermittelt. Ein schmutziger und gewalttätiger Film. Lutz Göllner
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