österreichisches Callgirl-Drama von Sabine Derflinger mit Anna Roth, Magdalena Kronschläger und Philipp Hochmair
Inhaltsangabe
Lea und Hanna sind Studentinnen und pleite. Natürlich könnten sie kellnern aber warum nicht richtig Geld verdienen und als Callgirl arbeiten? Schlechten Sex, nur umsonst, hatten sie davor auch. Mit diesem unschlagbaren Argument überzeugt Lea ihre beste Freundin. Zwischen Neugierde und Befremden stürzen sie sich in ein Abenteuer zwischen Tag und Nacht. Die Regeln sind rasch gelernt. "Du musst dem Kunden das Gefühl vermitteln, dass er was Besonderes ist, dann bist du für ihn auch was Besonderes" und "Parfüm und Bodylotion müssen von derselben Marke sein. Ein Geruch, eine Geschichte, merk dir das. Mehr verwirrt die Männer." Und das Wichtigste: Vorher kassieren! Der Rest wird sich zeigen. Die Freier sind ganz normale Familienväter, gelangweilte oder auch gestresste Manager, Handelsreisende, junge Männer allesamt auf der Suche trotz ihrer kleinen Perversionen selten unsympathisch. Und manchmal ist da auch Raum für Glücksgefühle. Irgendwie scheint dieser Job gar nicht so unlustig.
zitty-Kritik 02/2012
Drama
Lea und Hanna, zwei attraktive Wiener Studentinnen, haben die Schnauze voll davon, dauernd jeden Cent umdrehen zu müssen und treffen eine ungewöhnliche Entscheidung: die Arbeit für einen Escort-Service, sprich: Prostitution. Sie tauchen ein in die Rotlichtwelt und versuchen, sich daran zu gewöhnen, den Perversionen ihrer Kundschaft zu genügen. Besonders Lea (Anna Rot, Foto, re.) scheint mit dem Job klarzukommen, träumt aber davon, Schauspielerin zu werden. Hanna (Magdalena Kronschläger, li.) versucht, ihr Kunstgeschichtsstudium nicht zu vernachlässigen und freundet sich mit ihrem Kommilitonen Harald (Adrian Topol) an.
Regisseurin Sabine Derflinger zeigt nun in ihrem adäquat offenherzigen Film mit sehr viel Einfühlungsvermögen, wie diese Arbeit die beiden Protagonistinnen gegen ihren Willen verändert. Und sie zeigt die Schmutzigkeit, den ungeschönten Sex und die zum Teil unglaublich banale Realität in dieser für viele verborgenen Welt. Sabine Derflinger erklärt im Interview: „Ich glaube, dass dieser Job einen hohen Preis hat. Und ich glaube, dass man dabei persönlich nicht wirklich gewinnt. Dass man die Machtverhältnisse niemals wirklich umdrehen kann.“ Martin Schwarz
Kommentieren
Kommentare
Es sind keine Einträge vorhanden