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Bruce Wayne alias Batman erfährt mehr über seine Vergangenheit und bekommt es mit einem besonders brutalen Widersacher zu tun - dem Knochenbrecher und kriminellen Genie Bane.

 

zitty-Kritik 16/2012
Nach seinem Geniestreich „The Dark Knight“, der vielleicht besten Comicverfilmung aller Zeiten, musste sich Regisseur Christopher Nolan mit dem Umstand auseinandersetzen, dass für die Fans ein ­weiterer ganz großer Wurf für den Abschluss seiner Batman-Trilogie abgemachte Sache war.
„The Dark Knight Rises“ schließt nun direkt an „The Dark Knight“ an, obwohl mittlerweile acht Jahre vergangen sind. Seitdem Batman (Christian Bale) die Schuld am Tod des Staatsanwalts ­Harvey Dent übernommen hat, ist nicht nur er abgetaucht, sondern auch der Milliardär Bruce Wayne. Doch eine große Gefahr droht der mittlerweile befriedeten Metropole Gotham City in Gestalt des skrupellosen Hünen Bane, der wie schon The Scarecrow in Teil 1 und der Joker in Teil 2 die Stadt ins Chaos stürzen will. Auch mit anderen neuen Figuren hat es Wayne zu tun: zum einen mit der reichen Unternehmerin Miranda Tate, zum anderen mit der raffinierten ­Diebin Selina Kyle – zwei sehr attraktiven Frauen. Schließlich muss Wayne wieder in die Maske der Fledermaus schlüpfen, um einmal mehr die Stadt zu retten.
Es dauert lange, sehr lange, bis „The Dark Knight Rises“ in die Puschen kommt. Nolan lässt sich für die Entwicklung seiner Geschichte sehr viel Zeit, bald die Hälfte der 165 Minuten. Es wird viel geredet, düster geguckt, die Figuren positionieren sich für den großen Showdown. Der bricht dann allerdings auch mit jener Kraft über den Zuschauer herein, wie man das von Nolan erwarten darf. Tom Hardy als Bane erreicht zwar nie die ­diabolische Faszination eines Heath Ledger als Joker, sorgt aber für viel Spektakel. Mit der hinreißenden Anne Hathaway als Diebin wird eine faszinierend ambivalente Figur eingeführt, und auch Joseph-Gordon Levitt – er spielte ebenso wie Marion Cotillard (hier als Miranda Tate) bereits in Nolans „Inception“ mit – macht seine Sache als junger Cop John Blake prima.
Christopher Nolan beantwortet hier offene Fragen der vorangegangenen Filme und führt so alles zu einem befriedigenden Abschluss. Dennoch: An den Vorgängerfilm reicht dieser Teil bei weitem nicht heran, auch wegen tumber Prügeleien Batmans mit Bane, einer unmotivierten Bettszene, eher platter Kritik an Bankern und einer gewissen Müdigkeit von Hauptdarsteller Christian Bale. Überraschenderweise legt Nolan am Ende so viele neue Handlungsfäden aus, dass die Chose vielleicht ja doch irgendwann weitergeht. Wir würden uns freuen.

USA 2012, 165 min, R: Christopher Nolan, D: Christian Bale, Anne Hathaway, Gary Oldman, Tom Hardy, Kinostart: 26.7.; Christopher Nolans Statement zum Amoklauf in Denver: http://www.facebook.com/zittyberlin