Inhalt

Obwohl Fabrikarbeiter Douglas Quaid (Colin Farrell) eine wunderschöne Frau (Kate Beckinsale) hat, die er sehr liebt, klingt so ein Mind-Trip wie der perfekte Urlaub von seinem frustrierenden Alltag. Echte Erinnerungen aus dem Leben eines Superspions könnten genau das sein, was er braucht. Doch als die Programmierung schiefgeht, wird Quaid ein gejagter Mann. Von der Polizei verfolgt – die unter dem Kommando von Chancellor Cohaagen (Bryan Cranston), dem Führer der freien Welt, steht – verbündet sich Quaid mit der Rebellin Melina (Jessica Biel), um den Chef der Untergrundwiderstandskämpfer (Bill Nighy) zu finden und Cohaagen zu stoppen. Der schmale Grat zwischen Fantasie und Wirklichkeit verschwimmt immer mehr, und das Schicksal seiner Welt droht aus dem Gleichgewicht zu geraten, als Quaid entdeckt, wer er wirklich ist, wen er wirklich liebt und was seine wahre Bestimmung ist.

zitty-Kritik

Dieser Film hat ein Problem: Es gibt ihn quasi schon. 22 Jahre ist es her, da schuf der niederländische Hollywood-Visionär Paul Ver­hoeven mit „Total Recall“ den ­vielleicht besten Schwarzenegger-Film, ein kunterbuntes, überaus blutiges SF-Spektakel. Die Story – basierend auf einer Kurz­geschichte von Philip K. Dick ist hier ­dieselbe: Das Gedächtnis eines Geheimagenten wurde verändert, so dass er erst nach und nach seine Feinde erkennt und auf der richtigen Seite kämpft. Ein Teil der Handlung wurde nun von Regisseur Lee Wiseman vom Mars nach Australien verlegt, zudem bekommt Kate Beckinsale anders als Sharon Stone eine deutlich wichtigere Rolle als falsche Ehefrau.

Punkten kann diese Version im atemberaubenden Setting eines überfüllten Großbritanniens, hier konnten sich die Computerexperten nach Herzenslust austoben. Und natürlich ist Colin Farrell auch der bessere Schauspieler als Arnie. Was diesem „Total Recall“ aber völlig abgeht, sind die Ironie und der Zynismus, die von jeher Verhoevens Filme auszeichneten. Dafür wird deutlich ausgiebiger geballert und geprügelt, dabei aber deutlich weniger Blut vergossen als im Original. Fazit: ein Film, den die Welt nicht braucht, aber nicht das erwartete Komplett-Desaster.