Türkisch für Anfänger
Inhalt
Lena Schneider (JOSEFINE PREUß) hat es nicht leicht. Vom Leben frustriert und einer antiautoritären Erziehung "traumatisiert" wird sie von ihrer Mutter Doris (ANNA STIEBLICH), Psychotherapeutin und Berufsjugendliche, zu einem Urlaubstripp nach Südostasien verdonnert. Bereits im Flugzeug werden Lenas schlimmste Befürchtungen wahr, als sie neben dem wandelnden Testosteronpaket Cem Öztürk (ELYAS M'BAREK) sitzen muss. Deutsche Emanzipation trifft auf türkischen Machismo. Die Katastrophe ist perfekt, als die Boeing notwassern muss und Lena sich plötzlich mit Cem, seiner streng religiösen Schwester Yagmur (PEGAH FERYDONI) und dem stotternden Griechen Costa (ARNEL TACI) auf einer einsamen Insel wiederfindet. Während die Jugendlichen den Schlagabtausch im unberührten Paradies eröffnen, trifft Doris in einer Hotelanlage auf den konventionell-bürgerlichen Vater Metin Öztürk (ADNAN MARAL), ebenfalls auf der Suche nach seinen Kindern.
zitty-Kritik 06/12
Urlauben fern von Berlin mit der Mama ist nicht Lenas Ding. Dennoch sitzt die 19-Jährige (Josefine Preuß) neben dem deutsch-türkischen Möchtegern-Macho Cem (Elyas M’Barek), dessen strenggläubiger Schwester Yagmur (Pegah Ferydoni) und dem Griechen Costa im Flieger gen Südostasien. Bald teilen sich die Sitznachbarn nach einem Motorschaden ein Rettungsboot. Die Youngster dümpeln einer einsamen Insel entgegen, während Lenas Mutter sowie Cems und Yagmurs Papa gerettet sind und ihre Ferienappartements beziehen können. Die Alten halten die Suche nach ihren verschollenen Kindern am Laufen und kommen einander näher.
Fans wissen, wie diese Vorgeschichte zur gleichnamigen TV-Serie enden wird. Doch wo die Sprüche der Serie größtenteils humorvoll rüberkamen, die inneren und äußeren Konflikte wirklichkeitsnah im Kreuzberger Kiezmilieu verankert wurden, krankt das zum Kinoformat aufgeblasene Prequel an Peinlichkeiten und Prollhumor. Weder die Originalbesetzung aus der Glotze noch Kurzauftritte von Katja Riemann oder Günther Kaufmann machen das Ergebnis sehenswerter. Nur wer sich gern auf Flachwitz-Niveau amüsiert, dürfte auf seine Kosten kommen.
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