Die Ausstellungen des Europarates führen seit 1954 vor Augen wie breit gefächert das europäische Kulturerbe ist. Die 30. Ausgabe, derzeit im Deutschen Historischen Museum zu sehen, versammelt Werke von Künstlern aus 28 europäischen Ländern, darunter Gerhard Richter, Ilya Kabakov und Fernand Léger. Über 100 Werke aus der Zeit nach 1945 berichten von der Auseinandersetzung mit Idealen der Aufklärung. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit waren für Künstler in Ost- und Westeuropa von Bedeutung, lautet eine These der Ausstellung, mit der das Deutsche Historische Museum sein 25-jähriges Jubiläum feiert (bis 10.2.2013). Eintritt 8, erm. 4 Euro.

Arbeiten von 113 Künstlern sollen Aufschluss darüber geben, welche Rolle Ideen von der Freiheit bei der Neuordnung Europas nach 1945 spielten, welche Alternativen Ideen von Freiheit zum Leben in kommunistischer Diktatur oder unter dem Druck der Marktwirtschaft zu bieten schienen und welchen Preis Freiheit kostet. Zu den Exponaten zählen neben bekannten Arbeiten wie Christian Boltanskis Erinnerungsinstallation „Lyceum Chajes 1931“ oder Luc Tuymans Gemälde von Albert Speer im Schnee („Der Architekt“) auch wenig Bekanntes wie Nikita Kadans Teller mit Szenen aus dem „Verhörzimmer“ und lang nicht mehr Gesehenem wie Béla Kondors Belichtungen von „Katastrophen“