Festivals 2017

25.–27.8. – Plötzlich am Meer

Wie Fusion: Dauerrave und breites musikalisches Programm für Entdecker mit Bademöglichkeit auf dem Gelände und einem Haufen Quatsch

Dan, einer von sieben Gründern, sagt: „Das Plötzlich am Meer ist ein Festival von Idealisten und Musikliebhabern für Leute, die die Mischung der Musik mögen und auch Sachen, die nicht ganz so gerade sind. So ein bisschen das verrückte, nicht zu professionalisierte, glatte Festival lieben. Wir haben viele Verrückte im Team, die immer für Quatsch zu haben sind.

Plötzlich am Meer
Foto: Ekvidi/ flickr/ CC BY-NC 2.0

Ganz besonders macht es, dass man bei uns wunderbar Urlaub und Party miteinander verbinden kann. Wir sind eines der wenigen Festivals in Europa, die am Strand eine große Bühne haben, wo man den Freiraum von – Barfuß-im-Wasser-tanzen und in der Sonne braten und dazu gute Musik, die auch noch ordentlich laut aus der Anlage kommt und nicht nur so eine Strandbar ist – zelebrieren kann. Und für jeden Moment, wo man etwas anderes will, findet man es durch die Bandbreite der Musik auch.

Dieses Jahr sind wir 15 Kilometer weiter gen Osten gezogen, auf einen alten Militärflughafen, der erst von der Wehrmacht und dann von den Russen betrieben wurde, so ein bisschen vergleichbar mit dem Fusiongelände, ein bisschen kleiner natürlich, aber auch mit diesem Hangar-Charme. Und es gibt einen direkten Strandzugang vom Gelände aus.
Angefangen hat das 2009 mit einer illegalen Open-Air-Reihe in Berlin, die damals Plötzlich am See hieß. Dann haben wir 2012 ein Gelände in Usedom angeboten bekommen. Und weil wir den Verteiler hatten und das Netzwerk da war, haben wir gedacht, warum nicht machen? Wir haben da Bock drauf und sind ins kalte Wasser gesprungen.

Inspiriert haben uns die Fusion und das Boom-Festival in Portugal. Von der Fusion kam diese Bandbreite, dass es nicht nur ein Musikfestival ist, sondern auch Installationskunst und Performance, mit großer Abwechslung im Bühnenbereich. Und vom Boom-Festival kam der ganze ökologische Aspekt, so mit Müll­trennung und Biotoiletten. Und immer saubere Floors zu haben, dass die Leute barfuß tanzen können.

Wir Macher sind ein Kollektiv von Menschen, die von Anfang an dabei sind. Die Macher der Tentakelbar, die jetzt die Strandbühne geworden ist, sind Kollekinder, also so ganz bekloppte aus der Sprüher-, Punk-, Linkenszene, die eigentlich nur Flausen im Kopf haben, und die hatten dann die Idee, einen Desinfopoint aufzumachen, also statt, wie am Infopoint Informationen zu geben, den Leuten nur Quatsch zu erzählen. Die haben die Leute zum Schilfernten auf den Campingplatz geschickt und solche Sachen. Daraus ist ein eigener Floor entstanden, wo die mit Helge-Schneider-Mucke und trashigen Punksongs und Mathematikolympiade oder Morgensport das Publikum begeistern. Und in der EcoCity gibt es Workshops und Seminare rund um alternative Energien, Upcycling, eher so ökologische Sachen. Da ist auch eine Healing-Area angeschlossen mit Sauna und Massage.“


Ort: Polen, zwischen Kołobrzeg und Koszalin
Besucher: 9.000
Ticket: 112 Euro
Floors: 6
Musik: Techno, House, Hip-Hop, Funk, Reggae, Ska, Polka, Electro, Dub
Line-Up: ploetzlich.net

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