Kino

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In seinem Langfilmdebüt erzählt Chris Brügge von einem ­Twenty-Something: Marc hat guten Kontakt zur Familie, seit kurzem eine Freundin, und wenn es ihm in Berlin zu trubelig wird, fährt er zum Surfen an die Ostsee – so weit, so unauffällig.

Ein Leben zwischen Ruinen
Foto: Filmperlen

Auch nach der Hälfte des Films will sich kein rechter Zielkonflikt ergeben, etwaige Probleme diskutieren die blass gezeichneten Figuren beim Familienrat weg. Nach und nach breitet sich aber eine Ahnung aus, dass der Harmonie eine faule Note ­anhaftet – die zunächst pathetisch anmutenden Monologe werden rätselhafter, die abrupten ­Szenenwechsel entwickeln sogar Momente eines Fieberwahns.

Details vom Schicksal des ­Protagonisten werden nur angedeutet – die wenigen Hin­weise lassen aber schlussfolgern, dass ein Leben bis in die Grundfesten erschüttert wird. Passend dazu hat Brügge für die Dreh­arbeiten Berliner Ruinen und andere Schauplätze mit hohem Symbolwert gewählt – Panoramen, die zur meditativen Einkehr laden.

D 2014, 90 Min., R: Chris Brügge, D: Alexander Milo, Mette Lysdahl, Jeff Zach

https://www.zitty.de/event/drama/37-2018/

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