Berliner Kunstvereine

60 Jahre Kunst im Untergrund

Die NGBK feiert das Jubiläum von “ Kunst im Untergrund „am U-Bahnhof Alexanderplatz und an der Linie U5

Seit 1958 ist die (Ost-)Berliner U-Bahn zumindest temporär eine Kunstmeile. Mit „Plakaten für den Frieden“ startete die damals neun Jahre alte DDR am U-Bahnhof Alexanderplatz eine Tradition, die jetzt 60 Jahre alt wird. Die großformatigen Werbeplakate wichen an einzelnen U-Bahnstationen immer wieder für einige Wochen Kunstwerken. Seit 1992 organisiert die Neue Gesellschaft für bildende Kunst (NGBK) die jährliche Aktion, die jetzt „Kunst im Untergrund“ heißt.

Katharina Sieverdings Arbeiten sind Teil der Jubiläums-Hängung entlang der U5 Foto: © Katharina Sieverding, VG Bild-Kunst / © Foto: Klaus Mettig, VG Bild-Kunst

Am 16. November startet auf dem U5-Bahnsteig am Alex die Jubiläumshängung unter dem Titel „Plakat politisch machen“. An den Bahnsteigwänden sind etwa Fotos von Berliner Brachflächen von Lars Preisser oder die Ergebnisse einer Befragung von Hellersdorfer Bürgerinnen und Bürger durch die Künstlergruppe mark zu sehen. Fast wie in einer Retrospektive wirken Anfang Dezember die Arbeiten von Katharina Sieverding, die im öffentlichen Raum ausgestellt waren und Debatten erzeugt haben, wie ihr berühmtes Nach-Wendezeit-Plakat „Deutschland wird deutscher“ von 1992. Zum Jubiläum findet ein Diskussionsprogramm zur Kunst im Stadtraum statt.

17.11.–26.11.+30.11.–6.12, im U-Bahnhof Alexanderplatz (U5), zu den Öffnungszeiten des Bahnhofs

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