Komödie

Abgang mit Stil

Ein Feel-Good-Movie und Remake ­zugleich mit recht ergrauter Star­besetzung

ZITTY-Bewertung: 4/6

Zach Braff ist ein Fachmann für das Genre „federleicht mit ein bisschen Anspruch“. Das hat er mit seiner erfolgreichen Serie „Scrubs – Die Anfänger“ bewiesen, aber auch in den beiden ­Independent-Filmen, den wunderbaren „Garden State“ und den sich gegen den Zeitgeist stemmenden „Wish I Was Here“. Mit „Abgang mit Stil“ gibt er nun sein Major-Debüt und geht auf Nummer Sicher: Der Film ist das ­Remake einer Heist-Komödie von 1979, damals mit George Burns, Art Carney und Lee Strasberg.

Die wurden nun ersetzt durch Michael Caine, Morgan Freeman und Alan Arkin, die Handlung bleibt gleich: Sie geben drei Rentner in Brooklyn, die ein Leben lang für eine Stahlfirma gearbeitet haben. Als diese ihre Aktivität nach Vietnam verlegt, muss sie ihren ehemaligen Arbeitern auch keine Pension mehr zahlen. Da ­Willie und Joe etwas klamm sind, überreden sie ­Albert zu einem Coup. Das Trio raubt eine Bank aus.

Für einen Bankraub muss Mann fit sein
Foto: Warner er Bros. Entertainment Inc. and RatPac-Dune Entertainment LLC/ Atsushi Nishijima

Das ist alles sehr komisch erzählt, mit schönen 70er-Jahre-Leinwandtricks, gut aufgelegten Haupt- und ­Nebendarstellern (Ann-Margret, Christopher Lloyd und ­einem Matt Dillon, der nur schwer ernst bleiben kann) und Kritik am Raubtier­kapitalismus. Nun ist der alte Film von Martin Brest etwas konsequenter, ­bitterer. Die Neuverfilmung steuert ohne Umweg auf ein Happyend zu.

„Going In Style“, USA 2017, 96 Min., R: Zach Braff, D: Morgan Freeman, Michael Caine, Alan Arkin, Ann-Margret, Christopher Lloyd

Abgang mit Stil

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