Fotografie

Absurde Routinen

Die Fotoschau “ Absurde Routinen “  im Kindl-Zen­trum stellt Alltagsverhalten in Frage und findet sogar Antworten

Wiederholung, Wiederholung, Wieder­holung: Die Arbeiten der zehn Fotograf*innen, die an der Ausstellung „Absurde Routinen“ im Neuköllner Kindl-Zentrum teilnehmen, erzählen von schematischen Alltagshandlungen. Routinen, so das Fazit der Schau, bringen Zwänge, aus denen wir ausbrechen wollen, aber sie sind auch ­nötig, um den Alltag zu bewältigen und ihm Struktur zu geben.

© Ben Zank
Ben Zank: „Crash“, Fotografie 2017 © Ben Zank

Eine dynamische Hängung verteilt Themen und einzelne Aufnahmen aus Serien in den Räumen, um sie dort aufzugreifen und zu einem Gesamtbild zu verknüpfen. Da treibt gleich zu Beginn in einem bewegten Bild der Künstler Sebastian Stumpf kommentarlos in einem Wasserbecken. Erst später erklären seine Serien „Fences“ und „Highwalk“ den absurden Ausgangspunkt.

Die Ausstellung, die Katherina Perlongo, Hanna Dölle und Annika Turkowski kura­tiert haben, führt von der Weite in die Enge. Von Aufnahmen öffentlicher Räume geht es zu städtischen Straßenansichten, wie von Ben Zank und Louis De Belle, zu Elisa Larvegos Fotos von mobilen Plastiken aus Dingen des täglichen Gebrauchs und dann in den privaten Bereich. Bis sie bei Juno Calypsos Serie „Honeymoon Suite“ über die Konstruktion von Weiblichkeit in einer herzförmigen Badewanne ­ihren Höhepunkt erreicht.

Bis 3.2.: Kindl-Zentrum, Am Sudhaus 3, Neukölln, Mi–So 12–18 Uhr, 5/ 3 €, bis 18 J. + 1. So/ Monat, Eintritt frei

[Fancy_Facebook_Comments]