Kino

Aufbruch zum Mond

Falls man als Verschwörungstheoretiker nicht gerade glaubt, die Mondlandung der Amerikaner sei von Stanley Kubrick in einem Filmstudio inszeniert worden, kennt man den Ausgang der Geschichte natürlich schon: Neil Armstrong und Edwin „Buzz“ Aldrin betreten im Juli 1969 als erste Menschen den Mond und kehren anschließend wohlbehalten zur Erde zurück. Für einen Film wie „Aufbruch zum Mond“ kann es also gar nicht darum gehen, auf ein möglichst nervenzerfetzendes Finale zuzuarbeiten. Stattdessen muss der Weg das Ziel sein.

Aufbruch zum Mond
Aufbruch zum Mond
Foto: Universal

Und diesen Weg spannend zu gestalten, das gelingt Damien Chazelles Film, der auf der gleichnamigen umfangreichen Neil-Armstrong-Biografie von James R. Hansen beruht, mit Bravour. Elliptisch wird die ganze Vorgeschichte der Mondmission erzählt: der Wettlauf ins All mit der Sowjetunion, in dem die Amerikaner lange das Nachsehen haben. Die Raketentests, die immer wieder Verluste an Menschen und Material mit sich bringen. Das harte Training der Astronauten. Gesehen wird all dies aus der Perspektive des eher verschlossenen Armstrong (Ryan Gosling). Als er seinen Kindern erklären soll, dass er von der gefährlichen Mission vielleicht nicht zurückkehren wird, hat man das Gefühl, einer Pressekonferenz beizuwohnen: „Noch irgendwelche Fragen?“ Aber man weiß ja – am Ende wird alles gut ausgehen.

First Man (OT), USA 2018, 141 Min. R: Damien Chazelle, D: Ryan Gosling, Claire Foy, Kyle Chandler, Jason Clarke, Start: 8.11.

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