Berliner Galerien

Axel Kasseböhmer

In der neuen Ausstellung der Galerie Sprüth Magers erhalten Besucher einen Einblick in die Virtuosität von Axel Kasseböhmer. Der 1952 geborene Maler, der 2017 nach langer Krankheit starb, orientierte sich nie an populären Strömungen, vielmehr zitierte der ehemalige Student von Gerhard Richter und Joseph Beuys etwa zur Zeit der „Jungen Wilden“ historische Meisterwerke.

Blick in die Ausstellung des 2017 verstorbenen Axel Kasseböhmer bei Sprüth Magers. Foto: Timo Ohler

In „Grünes Kleid mit Rot“ (1979) lässt sich zum Beispiel ein Ausschnitt der ­„Arnolfini-Hochzeit“ des flämischen ­Malers Jan van Eyck von 1434 erkennen. Gerade weil Kasseböhmer die Originale oft nie persönlich gesehen hatte und ­Kataloge als Vorlage benutzte, besitzen seine Bilder eine eigene Farbgebung und durch die kleinen Ausschnitte eine Modernität, die geradezu mythisch wirkt.

Die meisten Werke der Ausstellung, die sich über alle Räume der großen Galerie in Mitte erstreckt, offenbaren seine künstlerischen Qualitäten aber mittels Landschaften. Die noch nie gezeigten „Walchensee-Arbeiten“ verdeutlichen in über 15 Bildern Kasseböhmers intensive Aus­einandersetzung mit der Malerei und dem Ort in Bayern, an dem er sich zuletzt niedergelassen hatte.

Bis 7.4.: Galerie Sprüth Magers, Oranienburger Str. 18, Mitte, Di–Sa 11–18 Uhr, Eintritt frei