Komödienfortsetzung

Bad Neighbors 2

Seth Rogen zeigt erneut ganzen ­Körpereinsatz

ZITTY-Bewertung: 3/5
ZITTY-Bewertung: 3/5

Seth Rogen hat einen Bauch, der sich ­prima für eine Kriegsbemalung eignet. In der Fortsetzung von „Bad Neighbors“ macht er aus sich einen Krieger, weil er einen Mann spielt, der schwer in die ­Defensive geraten ist. Nebenan sind ein paar Mädchen eingezogen, die unbedingt eine Schwesternschaft gründen wollen. Zweckwidmung der geplanten Vereinigung: Party ohne Unterlass. Die Finanzierung ist dabei nicht ganz legal, denn die Schwestern verkaufen Marihuana. So kommt es in einem Viertel, das stark nach suburbaner Langeweile aussieht, zu einem Drogenkrieg, und im Zuge dessen muss Seth Rogen so allerhand einstecken.

Bad Neighbors

Der Schauspieler kann hier wieder einmal an jenem Rollenbild des überforderten Normalos arbeiten, für den er nun mal auch den entsprechenden Körper hat. ­Einen realistischen Körper, nicht so eine fleischgewordene Zwangsneurose, wie sie in Hollywood zum Standard geworden ist.

„Bad Neighbors 2“ ist kein Höhepunkt des Hollywood-Komödienbooms, eher ein Beispiel dafür, was passiert, wenn man Erfolgsrezepte in den Mixer wirft und schaut, was dabei herauskommt. Im Detail stecken hier immer noch viele ­tolle Ideen, insgesamt aber ist dies doch ein sehr überschaubarer Spaß. Die Idee mit dem kriegsbemalten Schmerbauch aber ist ganz wunderbar – und so bleibt auch von „Bad Neighbors 2“ ein Bild, das man nicht so schnell vergisst.

USA 2016, 91 Min., R: Nicholas Stoller, D: Seth Rogen, Zac Efron, Rose Byrne,  Chloë Grace Moretz

Bad Neighbors 2 im Kino