Animation

Ballerina

Die meisten kleinen Mädchen lieben das Ballett. Jedenfalls bis zu jenem Zeitpunkt, wenn sie feststellen, dass Tanzen weit mehr mit quälendem harten Training zu tun hat als mit fröhlichem Herumgehopse im schicken Tutu.

ZITTY-Bewertung: 3/6
ZITTY-Bewertung: 3/6

Die französisch-kanadische Animationsproduktion „Ballerina“ lässt zwar den Teil mit dem Trainieren nicht völlig aus, doch es ist schon klar, dass hier eher eine Ballett-Fantasie bedient wird: Das Waisenmädchen Félicie träumt im Frankreich des ausgehenden 19. Jahrhunderts von einer Karriere als Balletttänzerin an der Pariser Oper, schmuggelt sich unter falscher Identität tatsächlich dort ein und kann am Ende gar ein Vortanz-Duell gegen eine zickige Konkurrentin aus gutem Hause gewinnen.

Ballerina
Ballerina
Foto: Wild Bunch Cinema

Während sich die Dramaturgie des Films, mit dem TV-Regisseur Eric Summer und sein in der Animationstechnik geschulter Kollege Éric Warin ihr Kinodebüt geben, also eher konventionell-solide gibt und die Charakterisierung der Hauptfiguren, der selbstbewussten und rebellischen Félicie und ihres für Komik sorgenden Freundes Victor, durchaus zu gefallen weiß, hat „Ballerina“ ein nicht zu übersehendes Problem mit dem Design und der Animation: Die jungen Tänzerinnen sehen allesamt aus wie magersüchtige Barbiepuppen in einem mittelprächtigen Videospiel. Dass – wie die strengen Tanzjuroren schließlich rühmen – Félicie ihrer technisch perfekten Konkurrentin ein erhebliches Maß an Persönlichkeit und Stil voraushat, lässt sich so bedauerlicherweise nicht erkennen. Lars Penning

 

F/CND 2016, 89 Min. R: Eric Summer & Éric Warin, Start: 12.1.

Ballerina – Gib deinen Traum niemals auf!

Kommentiere diesen beitrag