Frisch aufgepumpt

Baywatch

Der eher klägliche Versuch, mit alther­gebrachten Mitteln ein ­Erfolgsrezept zu kopieren

ZITTY-Bewertung: 3/6

Schon der Vorspann von „Baywatch“ ­zeigte, worum es in der TV-Serie eigentlich ging. Vor allem hing die Kamera an viel nackter Haut, in Zeitlupe demonstrierten David Hasselhoff und Co. so ihre besten Argumente. Im Fernsehen war ­damit 2001 Schluss – nun erlebt „Baywatch“ ­seine Auferstehung im Kino.

In Sachen Handlung ist der Film dabei im Grunde wie die Serie, „Baywatch“ ­genügt sich mit einem ziemlich banalen Nichts. Neben ein paar Liebeleien wird spannungsarm von Drogenschmugglereien im Territorium der Rettungsschimmer erzählt. Außerdem ist der Fortbestand des Strands durch rücksichtslose Machenschaften gefährdet.

Mehr Muskeln als wie der Hasselhoff: The Rock
Foto: Paramount Pictures

Statt Hasselhoff (und Pamela ­Anderson) verkörpert nun Dwayne „The Rock“ ­Johnson einen muskelbergigen Rettungsschwimmer. Als ­Ausbildungsplätze frei werden, gehört auch Zac Efron zu den Bewerbern: Als gestrandeter Ex-Olympia­sieger gibt er einmal mehr selbstironisch den Dummbatz mit heißem Body.

Nicht nur in Sachen Selbstironie ­versucht diese Kinoexkursion, durch dasselbe Fahrwasser zu manövrieren wie die Kino-­Wiederbelebungen von „21 Jump Street“. Das große Problem: Die Mischung aus Hommage, Veralberung und Over-the-Top-Action will überwiegend nicht funktionieren. Das liegt auch an pubertären Gags mit eingeklemmtem Penis in der Strandliege. 

USA 2017, 117 Min., R: Seth Gordon,  D: Dwayne Johnson, Zac Efron, Zac Efron, Alexandra Daddario, Kelly Rohrbach

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