Mathedrama

Begabt – Die Gleichung eines Lebens

Drama um ein kleines Mathe-Ass

ZITTY-Bewertung: 4/6

Mary ist erst sieben Jahre alt, aber ein Mathegenie. Nach dem Selbstmord ­ihrer Mutter wurde sie auf Wunsch der Verstorbenen von deren Bruder aufgenommen. Onkel Frank (Chris „Captain America“ Evans) macht aus ­seiner Abneigung gegen Karriere kein Hehl, er selber war einst Professor für Philosophie, jetzt repariert er Bootsmotoren in Florida.

Marys Großmutter Evelyn besitzt selber eine mathematische Gabe, hat aber die akademische Karriere zugunsten der Familie aufgegeben und ihre Tochter gedrillt, an ihrer Stelle wissenschaftlichen Ruhm einzufahren. Die aber konnte mit diesem Druck nicht umgehen. Wird Mary unter der Obhut ihres Onkels ein Leben ohne Zwänge führen können?

Begabt –gifted!
Begabt!
Foto: Fox

Was ist das Beste für das Wohl eines ­Kindes mit einer außergewöhnlichen ­Begabung? Kann es eine gesunde Balance geben ­zwischen einer unbeschwerten Kindheit und der Förderung der Begabung? Die Sympathien des Films liegen bei Frank, Evelyn erscheint demgegenüber als kalt und überehrgeizig – wenn man ­allerdings sieht, welche Freude es Mary ­bereitet, komplizierte mathematische Gleichungen zu lösen, begreift man, dass die Wahrheit komplexer ist. ­Schade, dass der Film am Ende zu sehr in eine ­kriminelle ­Intrige mitsamt Actionszenen ­abgleitet, ein ­bemerkenswertes Gegenstück zu den Sommer-Blockbuster-Filmen bleibt er dennoch. 

„Gifted“, USA 2017, 101 Min., R: Marc Webb, D: Chris Evans, McKenna Grace

Begabt: Die Gleichung eines Lebens

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