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Beim Twerk-Battle

Jewels Hintern führt ein Eigenleben. Im Takt der Musik wirft sie ihre Pobacken hoch und runter, vor und zurück, nach rechts und links. Die Zuschauer können das Auf und Ab ihres Gesäßes gut verfolgen, denn sie trägt ein knappes Höschen mit Camouflage-Muster und eine weiße Netzstrumpfhose zum bauchfreien Turnier-T-Shirt. Auf einmal ist sie auf allen Vieren. Ihre Knie mit den schwarzen Schonern rutschen über den Boden der Bühne, ihre Beine gehen auf und zu, die Pobacken klatschen.

Laut der Teilnehmerinnen ist Twerken ein ernstzunehmender Tanz, so wie Walzer
Foto: Foto: Kolja Eckert/www.koljaeckert.de

In der ersten Reihe vor der Bühne stehen viele Männer, einige filmen Jewel mit ihren Handys. Dazwischen einige Frauen, teilweise verfolgen auch sie den Tanz durch die Handykamera. Nach einer Minute ist Jewels Zeit vorbei und die Musik aus. Beifall brandet auf, Johlen und Pfiffe. Schwer atmend blickt Jewel ins Publikum und lächelt.

Es ist das erste Twerk-Battle Berlins. Der Festsaal Kreuzberg ist zum Bersten voll, mehr als tausend Menschen sind gekommen. Zehn Kandidatinnen treten heute an, eine ist extra aus Hong Kong angereist, eine andere aus Kiew. Hinter der Bühne macht die Kandidatin Queen V gerade ihre Dehnübungen. Für sie ist Twerken…

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