Vorschau: Neuer Kunstpreis

Berlin Art Prize

Am 22. Juni soll ein neuer Kunstpreis verliehen werden: der „Berlin Art Prize“ (BAP). Initiiert haben ihn die Kritikerinnen Sophie Jung und Alicia Reuter, der Maler Ulrich Wulff sowie die Künstlerin und Kuratorin Zoë Claire Miller. Mit dem BAP wollen sie „herausragende zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler aus Berlin“ würdigen. Der Preis ist mit voraussichtlich 1.000 Euro dotiert, einem zweiwöchigen Aufenthalt in Umbrien, einem Ausflug zur Venedig-Biennale, einem Ausstellungskatalog und einem Siegerpokal. Aus rund 1.000 eingereichten Werken hat eine fünfköpfige Jury, der auch die Künstlerin Antje ­Majewski angehört, 21 Arbeiten für eine Ausstellung ausgewählt. Bei der Eröffnung am 22. Juni will die Jury die drei Preisträger in den Kategorien „Schönste Komposition“, „Bestes Konzept“ und „Preis der Jury“ bekanntgeben.

Mit dem Preis wollen die Macher einer Monopolisierung des Kunstmarktes ent­gegenwirken. Sie setzen auf viele verschiedene kleinere Geldgeber. Medienpartner finanzieren den Druck des Katalogs, Sponsoren liefern die Getränke für die Party. „Die meisten Unternehmen, die Kunstpreise verleihen, wollen doch ihr Image zielgerecht aufpeppen. Zeitgenössische Kunst frei zu nennen, wäre deshalb falsch, “ sagt Ulrich Wulff. Vierzehn Tage vor Preisverleihung stand der Ausstellungsort dann fest: das ehemalige Warenhaus Jahndorf in der Brunnenstraße. Lena Reich

22.6., 20 Uhr: Preisverleihung. 24.-29.6.: Ausstellung, 14-19 Uhr, tägl. ab 20 Uhr Programm.
Gelände des Aqua Carré, Lobeckstraße 30-35  Eintritt frei, www.berlinartprize.de