Berliner Messen

Terminprobleme bei der Berlin Art Week

Wer 2017 dachte, mit dem Einstieg der Köln Messe bei der Berlin Verkaufsausstellung „abc“, nun die Kunstmesse „Art Berlin“, gebe es für die Kunstmessen in der Hauptstadt Sicherheit, lernt 2018 rasch dazu: Die „Art Berlin“ hat ihren Start um 14 Tage auf den 27. September verschoben. Grund dafür sind laut Direktorin Maike Cruse kurzfristige Mietverträge und die bereits ausgebuchten Hallen der Station Berlin, des bisherigen Veranstaltungsorts. Die “Art Berlin“ soll daher 2018 im Flughafen Tempelhof stattfinden. Dass sich der Herbsttermin ändern könne, habe man dem Team der landeseigenen Dachmarke Berlin Art Week und der Partnermesse „Positions“ bereits im Sommer mitgeteilt.

 

Foto: Lena Ganssmann
„Berlin Positions“ 2018 in der Arena Treptow. Foto: Lena Ganssmann

 

Die “Positions“ und die Berlin Art Week, die von der landeseigenen Veranstaltungsgesellschaft Kulturprojekte Berlin ausgerichtet wird, sind bisher auf den 14. September terminiert. Bei der „Positions“ zeigt sich Direktor Heinrich Carstens dezent verärgert. Bereits vor zwei Jahren habe die “Positions“ wegen der „abc“ Ort und Termin ändern müssen, das habe zusätzliche Kosten verursacht. Nun gehe es darum, rasch mit den Kulturprojekten darüber zu sprechen, ob man am Datum festhalte und ohne die „Art Berlin“ starte oder den Termin verschiebe und einen Ausgleich fordere. „Alles ist machbar“, sagt Carstens, „Wir haben in Berlin gelernt, flexibel zu sein“.

Die Partner müssen sich rasch einigen, damit Galeristen sich bewerben können. Sollte sich der Termin komplett verschieben, würde Berlin die Herbstsaison nicht allein eröffnen, sondern gemeinsam mit Wien: Die Messe „Vienna Contemporary“ beginnt wie die „Art Berlin“ am 27. September. Anfang Oktober folgt die „Frieze“ in London. Bei den Kulturprojekten rechnet man damit, dass Gespräche ab Mitte dieser Woche stattfinden können. Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) hatte Anfang des Jahres anklingen lassen, auch die Art Week könne Förderung aus dem geplanten Berliner Festivalfonds erhalten.

 

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