Berlin Art Week/ Die Ausstellungen

Stadt gestalten, Welt verstehen


Mit vielen dichten und einigen dünnen Ausstellungen feiern die Partnerhäuser der Berlin Art Week 30 Jahre Kunststadt Berlin – in Einheit und Freiheit. Die ohne Recht und Gerechtigkeit nicht zu haben sind, wie die klügeren Schauen zeigen

©cwa
Haus der Statistik, Berlin Art Week 2019 ©cwa

Die halbschlechte Nachricht zuerst: Kurz nach Langer Nacht der Museen, Bauhaus-Woche, Sammlernacht, Architektur-Wochenende, Woche der Kommunalen Galerien und Tag des offenen Denkmals beginnt die Berlin Art Week auf den Tag genau mit dem Internationalen Literaturfest (s. S. 84). In fröhlichem Wildwuchs bedrängen sich die Berliner Kulturfeste inflationär.

Die gute Nachricht: Die Teams der Messen „Art Berlin“ und „Positions Berlin“ haben dieses Mal rechtzeitig Verträge über Räume schließen und ihre Termine absprechen können. Das hat es allen teilnehmenden Kunsthäusern erleichtert, ihr Programm vorzubereiten – und den Kunden der Messen, Besuche und Ausgaben zu planen. Das ist doppelt gut, geraten doch besonders mittelständische Galerien bei der Konzentration des freien Marktes unter Druck. In diesem  Sinn lassen sich viele Schauen dieser Art Week 30 Jahre nach Mauerfall verstehen: Freiheit ist kein Selbstläufer, sondern muss stetig neu verhandelt und gestaltet werden, wenn sie sich nicht selbst vernichten soll.

Messen

Art Berlin

Foto: Clemens Porikys
Art Berlin Fair 2018 – Tempelhofer Flughafen, Berlin | Foto: Clemens Porikys

Die größere der beiden Berliner Messen hat 2019 einen Sonderbereich, in dem Galerien Einzelschauen ihrer Künstler*innen zeigen, etwa von Agnieszka Polska (bei Żak Branicka), die 2017 den Preis der Nationalgalerie gewann.  

12.–15.9.: Flughafen Tempelhof, Hangar 5 + 6, Tempelhofer Damm.
13./14.9.: 11–19 Uhr, 15.9.: 11–18 Uhr, Tageskarte Fr–So 22/ 16 €, frei bis 12. J., Familiensonntag (2 Erw. + Kinder) 45 €

Positions Berlin

Clara Wenzel-Theiler © Positions Berlin GmbH
Die Messe Positons im Flughafen Tempelhof 2018; Clara Wenzel-Theiler © Positions Berlin GmbH

Die Messe mit den etwas niedrigeren Preisen hat gute Kontakte zu Hochschulen und Galerien in Osteuropa, 2019 ist auch Art Brut vertreten. Es gibt zudem Sonderschauen, Skulpturen draußen und Bücher.

12.–15.9.: Flughafen Tempelhof, Hangar 4, Columbiadamm 10,
13./14.9.: 11–19 Uhr, 15.9.: 11–18 Uhr, Tageskarte Fr–So 12/ 6 €, Abendkarte Fr & Sa ab 18 Uhr, So 16 Uhr: 6 €

Museen und Kunsthäuser

Akademie der Künste

Der Fluxusspezialist Wulf Herzogenrath stellt in „Mixed Media“ Videokunst von Weltrang und Hintergrundmaterial seit den 1970er-Jahren aus: von Joan Jonas bis Paik.

12.9.–13.10.: Pariser Platz 4, Mitte, Di–So 11–19 Uhr, 6/ 4 €, frei bis 18 J. + Di 15–18 Uhr

Berliner Festspiele

Ein Publikumsliebling der Art Week 2018 war  ein Planetarium für Kunst: Die Version 2019 zeigt Beiträge etwa von Robert Lippok & Lucas Gutierrez und Metahaven. 

Mobile Dome, Mariannenplatz, Kreuzberg, Mo–So 11–15, 16–21 Uhr, Eintritt frei

Berlinische Galerie

@ZITTY
Thomas Köhler, Direktor Berlinische Galerie, und Bettina Pousttchi @ZITTY

Bettina Pousttchi (auch im Kindl-Zentrum) zeigt Skulpturen und eine Fassadenarbeit. Das zur Zeit geschlossene Bauhaus-Archiv gastiert mit einer Schau zu 100 Jahre Bauhaus.

Bettina Pousttchi 12.9.–8.4.; Original Bauhaus bis 27.1.; Alte Jakobstr. 124–128, Kreuzberg, Mi–Mo 10–18 Uhr, 12/ 9 €, bis 18 J. frei

C/O Berlin

„No Photos on The Dance Floor!“ zeigt Aufnahmen aus Berliner Clubs seit 1989 etwa von Martin Eberle und Caroline Saage

13.9.–30.11.: Hardenbergstr. 22–24, Chʼburg, Mo–So 10–20 Uhr, 10/ 6 €, bis 18 J. frei

DAAD-Galerie

Iman Issa aus Kairo will Subtexte historischer Ereignisse sichtbar machen: Sie präsentiert  eine Sound-Installation, Video- und Bucharbeiten sowie eine Display-Serie.

12.9.–10.11.: Oranienstr. 161, Kreuzberg, Di–So 12–19 Uhr, Eintritt frei

Gropius-Bau

@ZITTY
Wu Tsang mit Hypatia (l.) und Eirini Vourloumis, Gropiusbau 2019 @ZITTY

Eine Häufung unglaublich starker Ausstellungen: Wu Tsang (Foto Mitte) und Bani Abidi zeigen in Einzelschauen jeweils teils neue Filmarbeiten. „Garten der irdischen Freuden“ thematisiert Gärten als Ort von Politik im Anthropozän. „Durch Mauern gehen“ verortet die Berliner Mauergeschichte zwischen internationalen Grenzgeschichten.

Wu Tsang bis 12.1.; Bani Abidi bis 22.9.; Garten der irdischen Freuden bis 1.12.; Durch Mauern gehen 12.9.–19.1.; Niederkirchnerstr. 7, Kreuzberg, Mi–Mo 10–19 Uhr, 15/ 10 €, bis 16 J. frei

Hamburger Bahnhof

Die Schau über Emil Nolde im Nationalsozialismus ist ein Muss. Die Präsentationen für den Preis der Nationalgalerie dagegen wurden steril und ziemlich wichtigtuerisch aufgebaut.

Emil Nolde bis 15.9.; Preis der Nationalgalerie bis 16.2.; Invalidenstr. 50–51, Tiergarten, Di, Mi, Fr 10–18, Do 10–20, Sa, So 11–18 Uhr, 14/ 7 €, 1. Do/ Monat 16–20 Uhr, Eintritt frei

Haus am Lützowplatz

Nach rund 120 Jahren Kino: Tobias Dostal aus Berlin zeigt Lichtspiel-Illusionen im Dunkeln.

12.9.–17.11.: Lützowplatz 9, Tiergarten, Di–So 11–18 Uhr, Eintritt frei

Haus der Statistik

©cwa
Haus der Statistik, Matthias Einhoff von ZK/U, Berlin Art Week 2019 ©cwa

Nach über zehn Jahren Leerstand: Nachbar*innenb, Künstler*innen, Musiker*innen, Stadtplaner*innen und Bienen arbeiten in dem riesigen Komplex an Modellen für städtisches Wohnen und Arbeiten.

Bis 16.9.: Präsentationstage, Karl-Marx-Allee 1, Mitte, Eintritt frei. Programmpunkte auf www.allesandersplatz.berlin

Haus der Kulturen der Welt

Die Filmemacherin Ulrike Ottinger erinnert in Bildern und Dokumenten an ihr Paris der 60er-Jahre.

Bis 13.10.: John-F.-Dulles-Allee 10, Tiergarten, Mi–So 12–19, Do bis 22 Uhr, 5/ 3 € (inkl. Zweitbesuch), Mo + bis 16 J. frei

Kindl-Zentrum

Foto:Jens Ziehe, 2019
Bettina Pousttchi Panorama, 2019 Installationsansicht / Kesselhaus, KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Berlin Foto:Jens Ziehe, 2019

Friederike Feldmann und Natalie Czech zeichnen mit Sprache und Lyrik. BjØrn Melhus (auch im Max-Liebermann-Haus) zeigt den neuen Film „Sugar“. Bettina Pousttchis Großfotos thematisieren zuerst Architektur und Blickwinkel, tatsächlich aber auch die Folgen eines zweiten trockenen Sommers.

Czech/ Feldmann bis 2.2.; Pousttchi bis 19.5., Melhus 15.9.–16.2., Am Sudhaus 3, Neukölln, Mi–So 12–18 Uhr, 5/ 3 €, 1. So/ Monat + bis 18 J. frei

Kunst-Werke (KW)

Die Korsett-Bilder von Christina Ramberg (1946–1995) hängen im Vergleich mit Körperbildern etwa von Klapheck und Leung.

14.9.–5.1.: Auguststr. 69, Mi–Mo 11–19, Do 11–21 Uhr, 10/ 8 €, Do ab 18 Uhr + bis 18 J. frei

Me Collectors Room

Drei Maler: Ernst Ludwig Kirchner, Gerhard Richter und Jonas Burgert in drei Räumen.

Bis 3.11.: Auguststr. 68, Mitte, Mi–Mo 12–18 Uhr, 8/ 4 €, bis 18 J., Hartz IV + BerlinPass frei

Museum Berggruen

Picassos Einfluss auf das Werk des Berliner Künstlers Thomas Scheibitz soll im direkten Vergleich sichtbar werden.

14.9.–2.2.: Schloßstr. 1, Charlottenburg, Di–Fr 10–18, Sa/So 11–18 Uhr, 10/ 5 €, bis 18 J. frei

NBK

©ZITTY
NBK-Direktor Marius Babias und Anh-Linh Ngo von der Zeitschrift „Arch+“ ©ZITTY

Gemeinsam mit dem Team der Zeitschrift „arch+“ untersucht der Neue Berliner Kunstverein in „1989-2019“ den Mythos vom kreativen Berlin. Und Candice Breitz befasst sich in ihrem neuen Filmprojekt mit der Idee einer Umkehrung des weiblichen Gebärvorgangs, um die Entfernung bestimmter gefährlicher Sprösslinge aus der Welt zu ermöglichen, zu der die Künstlerin auch ein sogenanntes ‚Matriarchales Dekret‘ verfasst hat.

„1989–2019“: bis 25.10., Breitz 12.9.–13.10., Chausseestr. 128/129, Mitte, Di–So 12–18, Do 12–20 Uhr, Eintritt frei

NGBK

©Stephanie Hanna
Stephanie Hanna, Worauf basiert Frieden?, 2019 (Entwurf) ©Stephanie Hanna

Die mehrteilige Gruppenschau „Licht Luft Scheiße“ zeigt Kunst zur Geschichte von Naturgärten. Zudem präsentiert die NGBK neue Beispiele ihres Langzeitprojekts in der U-Bahn: „Kunst im Untergrund“.

Bis 18.9., Oranienstr. 25, Kreuzberg, Sa–Do 12–18, Fr 12–20 Uhr, Eintritt frei + Botanisches Museum, Kg.Luise-Str. 6–8, Steglitz, Mo–So 9–19 Uhr, 6/ 3 €. Kunst im Untergrund 15.9.–31.12., U-Bhf Stadtmitte + siehe www.ngbk.de

Schering Stiftung

Anna Virnich (Kunst) und Bettina Pause (Wissenschaft) erforschen Gerüche.  

14.9.–25.11.: Unter den Linden 32–34, Mitte, Do–Mo 13–19 Uhr, Eintritt frei

Schinkel Pavillon

Annika Kuhlmann und Christopher K.  Thomas verhandeln Kunst, Digitalisierung und Menschenrechte am Beispiel Sri Lankas.

12.9.–15.12.: Oberwallstr. 1, Mitte, Do–So 12–18 Uhr, 5/ 3  €     

Privatsammlungen (Auswahl)

Collection Regard

Seit 1988, über 30 Jahre also, hat der französische Fotograf Patrick Tourneboeuf die Mauer und ihre Reste aufgenommen. Fotosammler Marc Barbey zeigt eine Auswahl.

Bis 6.12.: Steinstr. 12, Mitte, Fr 14–18 Uhr, Eintritt frei, 12.–14.9.: 14–18 Uhr

Fluentum

Der Software-Unternehmer Markus Hannebauer  zeigt seit 2019 Ausschnitte aus seiner Film- und Videosammlung in Zehlendorf.  In der neuen Gruppenschau präsentiert er Arbeiten unter anderem von Patty Chang,  Hiwa K, Sven Johne, Ferhat Özgür, Stefan Panhans und Hito Steyerl.

Bis 16.11.: Clayallee 174, Zehlendorf, Sa 11–14 Uhr, 11.–15.9.: 11–18 Uhr, Eintritt frei

Haubrok Fundation

Barbara und Axel Haubrok gastieren mit ihrer Sammlung im neuen Domizil der Konrad Fischer Galerie: Sie zeigen Arbeiten der Österreicher  Rudolf Polanszky und Franz West, die sich kannten und gegenseitig anregten.

Bis 9.11.: c/o Konrad Fischer Galerie, Neue Grünstr. 12, Mitte, Di–Sa 11–18 Uhr, Eintritt frei

Julia Stoschek Collection

Die Mitglieder von WangShui, einem Studio aus New York, zeigen Maulbeerbaumblätter fressende Seidenraupen in digitalisierter Vergrößerung.

Bis 15.12.: Leipziger Str. 60, Mitte, Sa/So 12–18 Uhr, 12.–15.9.: 12–18 Uhr, 5 €

Museum Frieder Burda/ Salon Berlin

Der Fotograf Olaf Heine zeigt Ausschnitte aus seiner Serie über die Langzeitfolgen des Genozids in Ruanda. Sonia Gomes aus Brasilien verbindet in Plastiken aus Fund- und Handwerksmaterial Biografien mit südamerikanischer (Kolonial-)Geschichte.

Bis 22.2.:  Auguststr. 11–13, Mitte, Do–Sa 12–18 Uhr, 12.–15.9.: 12–20 Uhr, Eintritt frei

Galerien (Auswahl)

Galerie Capitain Petzel: Yael Bartana

Yael Bartanas neuer Film „The Undertaker“ handelt von einer Demokratie, die in den USA zu Grabe getragen wird. Es darf als sicher gelten, dass die Berliner Künstlerin aus Israel erneut die martialische Bildsprache von Nationalideologien überappropriiert.

14.9.–9.11.: Karl-Marx-Allee 45, Mitte, Di–Sa 11–18 Uhr, Eröffnung: 13.9.: 18 Uhr, 14.9.: 14–20 Uhr

Galerie Carlier | Gebauer: Laure Prouvost

Laure Prouvost aus Frankreich, einer der Stars der diesjährigen Venedig-Biennale, will eine spätsommerliche Oase der Ruhe schaffen.

14.9.–9.11.:  Markgrafenstr. 67, Kreuzberg, Di–Sa 11–18 Uhr, Eröffnung: 13.9., 18 Uhr

Galerie Neugerriemschneider: Ai Weiwei

Dass der Regenwald im Sommer 2019 weltweit Schlagzeilen machen würde, konnte der Künstler nicht ahnen, als er 2018 nach Brasilien reiste und Wurzelfragmente zusammenfügen und abgießen ließ. Ai stellt die Abgüsse in Berlin aus, umgezogen ist mit seiner Familie jetzt nach Cambridge.

Bis 19.10.: Linienstr. 155, Mitte, Di–Sa 11–18 Uhr

Galerie Poll: Göran Gnaudschun

Ob sie glücklich seien, wollte der Potsdamer Fotograf Göran Gnaudschun von Römer*innen am Rand ihrer Stadt wissen. Die Gesichter der Porträtierten sprechen Bände.

Bis 26.10.: Gipsstr. 3, Quergebäude, Mitte, Di–Sa 12–18 Uhr, 13.9.: 12–21 Uhr

Galerie Barbara Wien: Ingrid Wiener

Seit 2019 Carolin Würfels kleine Biografie über sie erschienen ist, wissen es fast alle: Ingrid Wiener, ehemalige Mitchefin der Kreuzberger Restaurantlegende Exil ist auch Künstlerin. Jetzt stellt sie Textilarbeiten aus.

Bis 16.11.: Schöneberger Ufer 65 (3. OG), Tiergarten, Di–Fr 13–18, Sa 12–18 Uhr

Außerdem (Auswahl)

Atelierhaus Mengerzeile: wieder offen

Nach vielen Monaten auf der Baustelle feiern die Künstler*innen am 21.9., dass die nächsten 20 Jahre ihrer 1993 gegründeten Ateliers in der Treptower Mengerzeile sicher sind. Bereits zuvor sind in der Galerie KungerKiez und im Stadtraum zwei Ausstellungen zum ehemaligen Grenzstreifen in Treptow gestartet.

Bis 29.9.: Karl-Kunger-Str. 19 + Stadtraum, Treptow, Do–So 16–19 Uhr, Eintritt frei. 21.9.: ab 15 Uhr Tag der offenen Tür im Atelierhaus Mengerzeile 1-3, Eintritt frei

ExRotaprint: Pre-Show 11. Berlin Biennale

Im ehemaligen Druckhaus Rotaprint wollen die vier Kurator*innen der Berlin Biennale 2020 eine Basisstation unterhalten, um ihre Biennale nachhaltiger zu gestalten.  Die erste Schau, „Das Gerippe der Welt“, schlägt eine Brücke zwischen São Paolo und Berlin.

Bis 9.11.: Bornemannstr. 9, Wedding, Do–Sa 14–19 Uhr, Eintritt frei
Sa 14.9.: 16 Uhr Führung (auf Engl.)

Ifa-Galerie: Saba Innab

©Biennale d’Architecture d’Orléans 2017-2018, Frac Centre-Val de Loire
Portrait Saba Inaab ©Biennale d’Architecture d’Orléans 2017-2018, Frac Centre-Val de Loire

Das Bauhaus aus einer anderen Perspektive: die Künstlerin Saba Innab lässt eine palästinensische Architektin schildern, warum ihr die Moderne fremd geblieben ist. Großartig: die ausgelegten Exemplare der Pariser Zeitschrift „Funambulist“ zu Architektur, Geo- und Sozialpolitik.

Bis 1.12.: Linienstr. 139/140, Mitte, Di–So 16–18 Uhr, Eintritt frei

Kurt-Kurt: Nasan Tur

In Berlin würdigte er zuletzt ermordete Journalist*innen der Gegenwart. Jetzt thematisiert Nasan Tur im Projektraum Kurt-Kurt Arbeiten von Kulturschaffenden, die vor den Nationalsozialisten ins Exil flüchten mussten. Wie Tucholsky, in dessen Geburtshaus die Schau stattfindet.

Bis 22.9.: Lübecker Str. 13, Moabit, Fr–Sa 16–19 Uhr, Eintritt frei,
Fr 13.9., 19 Uhr: Gespräch mit Nasan Tur

Savvy Contemporary: Soil Is An Inscribed Body on Sovereignty And Agropoetics

Von der NGBK bis zum im Gropius-Bau: Anthropozän, Klimakrise und Artensterben haben Pflanzen in die Kunst zurückgebracht. Der Projektraum Savvy gibt dem Thema seine einschlägige Wendung: die koloniale Geschichte und eine dekolonialisierende Perspektive auf Erde, Feldarbeit und Saat. 

Bis 6.10.: Gerichtstr. 35, Wedding, Do–So 14–19 Uhr, Eintritt frei

Die Projekträume

©Kotti l'Amour / Kotti Shop
Kotti Shop: „The Nail, The Colours, The Mast“ in der Reihe “Kotti L’amour“, 2012