Protest

Berliner Demo gegen LGBT*-Feindlichkeit in Polen

Vor dem Polnischen Institut in Mitte sammeln sich am Samstag Gegner*innen der LGBT* freien Zonen in unserem Nachbarland

In Berlin gibt es Widerstand gegen die LGBT-freien Zonen in Polen
Foto: imago images / AAP

Aus Polen kamen in den letzten Jahren wenig gute Nachrichten. Das Land will keine Flüchtlinge aufnehmen und hat die Gesetze für Frauen, die abtreiben wollen, so weit verschärft, dass ein Schwangerschaftsabbruch kaum mehr möglich ist. Seit März 2019 aber erreicht die Intoleranz im katholischen Nachbarland einen neuen Höhepunkt. Mehr als 100 Lokalregierungen haben ihre Gemeinden seitdem zu LGBT*-freien Zonen erklärt. Damit haben sie Homophobie und Transphobie offiziell gemacht und legitimiert.

Die Gemeinden teilen queeren Menschen mittels Aufklebern an Ortsschildern mit, dass sie nicht erwünscht sind. „Strefa wolna od LGBT“ steht auf den Aufklebern: LGBT-freie Zone. Als Vorlage für ihre Erklärungen nutzen viele Regierungen ein Papier der ultrakatholischen Organisation „Ordo Iuris.“ Zu ihren Zielen gehören unter anderem die Abschaffung von Sexualkunde, insbesondere Lehrinhalte, die queere Themen vermitteln sowie der Entzug von finanziellen Mitteln für LGBT*-freundliche Organisationen.

Die neue EU-Kommissarin für Gleichstellung rügte das Land im Februar für seinen Umgang mit Minderheiten. Und auch in Berlin gibt es Widerstand gegen die Entwicklungen in Polen. Der Berliner Aktionstag gegen die LGBT-freien Zonen in Polen startet am Samstag, den 7. März um 12 Uhr vor dem Polnischen Institut in Mitte, Burgstraße 27.