Berlin

Faire Suchmaschine aus Berlin

In der Rubrik „Utopia“ widmen wir uns Projekten, die Hoffnung machen und die Welt ein Stückchen besser machen wollen. Dieses Mal: Die faire Suchmaschine Gexsi fördert ökosoziale Projekte und bildet eine Alternative zur Datenkrake Google, weil sie hohe Datenschutzstandards hat.

Suchmaschine Gexsi

Das Problem

Oft denken wir wenig nach, bevor wir googeln. Da wäre nicht nur die Energiebilanz unseres Wissensdurstes, die zu Buche schlägt, sondern auch der Daten-Klau: Werden Nutzerprofile erstellt? Wie weitgehend wird Werbung auf unsere Interessen abgestimmt? Bisher ist Google die meistgefragte Suchmaschine der Welt. Doch das Interesse an datenschutz- und umweltfreundlichen Suchmaschinen wird größer. Deshalb gibt es Gexsi (Global Exchange for Social Investment): ein Angebot, das beide Bedürfnisse vereint: Sie hat hohe Datenschutzstandards – und fördert seit 2016 ökosoziale Projekte.

Die Lösung

Bienenschutz, Hungerbekämpfung, schwimmende Solaranlagen: Die unterstützten Projekte sind vielfältig. Maßgeblich bei der Auswahl sind die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele, die möglichst gleichmäßig abgedeckt werden sollen. Darüber hinaus ist es Gexsi wichtig, besonders die junge Generation sowie digitale Perspektiven zu berücksichtigen. Das Geld kommt durch Anzeigen zusammen, außerdem erhält Gexsi Provision, wenn über die Suchmaschine Plattformen wie Amazon besucht und dann dort Käufe getätigt werden. Aktuell unterstützt Gexsi „Sanergy“: Ein Konzept, mit dem organischer Müll zu Tierfutter sowie Dünger und Biomasse zur Energieerzeugung recycelt wird, um das Müllproblem in Nairobi zu bekämpfen.

Die Philosophie

Alle zwei Wochen wird ein neues Projekt ausgewählt. Gexsi definiert drei Formen des Mehrwerts: finanzielle Unterstützung, mediale Reichweite und der Anreiz für neues Konsumverhalten. Mit dieser Strategie will Gexsi als Katalysator für gute Ideen sein. Darüber hinaus hat sich der Dienstleister höchster Transparenz über Finanzen, Datenschutz und Firmenpraxis verschrieben.