Berlin

Berlins Beste: Die großen Namen von der Spree

Im Grunde ist keine Überraschung, dass eine Stadt von der Größe Berlins auch große Namen hervorbringt – das scheint eine Frage der Wahrscheinlichkeit zu sein. Trotzdem ist die Riege der Stars mit Berliner Ursprung und derer, die es eigens an die Spree gezogen hat, immer wieder erstaunlich. Profis aus allen Bereichen finden hier offensichtlich optimale Bedingungen, um das Beste aus ihren Begabungen zu machen.

Hoch hinaus und international: Das Ensemble von Fernsehturm und Weltzeituhr am Alexanderplatz fassen perfekt die Karrierewege vieler Berliner Größen aus verschiedenen Bereichen von Sport bis Musik zusammen. (Foto: Bildgigant/Adobe Stock)

Einer der hellsten Sterne – vielleicht sogar DER hellste – unter ihnen wird wohl immer David Bowie bleiben, der die Stadt an der Spree in den 1970er Jahren als seine neue Heimat auserkor. Nur wenige Jahre war er hier, mit Iggy Pop im Schlepptau, mit dem er im selben Haus wohnte.

Doch die kurze Zeit in Berlin hat beide geprägt, Künstler und Stadt. Noch heute ist es möglich, die Spuren von Bowie zu verfolgen, Touren führen an die Orte, die zu wichtigen Stationen in der Biografie des Briten werden sollten. Mit „Heroes“ schuf Bowie hier einen seiner wichtigsten und bekanntesten Titel, insgesamt nahm er während seiner Berliner Zeit drei Alben auf.

„Berlin, die größte kulturelle Extravaganz, die man sich vorstellen kann.“David Bowie

Als Anziehungspunkt für Musiker, die berühmten wie die unbekannten, funktioniert Berlin auch heute noch. Noch immer verspricht sie eine überaus kreative, kosmopolitische Atmosphäre. Das zog und zieht viele an die Spree, nicht nur die Künstler. Und gleichzeitig scheint diese Atmosphäre bestens geeignet, um aus Berliner Kindern große Stars zu machen.

Sport-Stars von der Spree

In Berlin geht es nicht allein um die große Kunst, auch wenn es eigentlich unmöglich ist, an ihr vorbeizukommen. In Berlin ist auch der Sport ein großes Thema, quer durch sämtliche Disziplinen. Allen voran auch hier: der Fußball. Der kann in der Hauptstadt tatsächlich einige bemerkenswerte Beispiele vorweisen, die es bis in die internationale Weltspitze gebracht haben.

Berliner Ballkünstler

Da wären zum Beispiel die Fußball-Weltmeister, die ihre Wurzeln in Berlin haben. Bei manchem sind sie kaum noch zu erkennen, weil sie im Verlauf ihrer Karrieren langjährige und feste Größen in anderen Städten bei anderen Vereinen wurden.

Allein in der Weltmeister-Mannschaft von 1990 gibt es drei solcher Kicker. Am deutlichsten ist die Berliner Herkunft wahrscheinlich noch bei Thomas Häßler zu erkennen, der sich den Spitznamen „Icke“ immer noch erhalten hat. Pierre Littbarski und Guido Buchwald hingegen dürften die meisten wohl an anderer Stelle verorten: Den einen für seine lange Zeit beim 1. FC Köln, den anderen für die Jahre in Stuttgart.

Angefangen haben sie trotzdem alle in Berlin, genauso wie Jérôme Boateng, der 2014 den Weltmeister-Titel gewinnen konnte. Nicht der einzige Titel übrigens, den er seinem Halbbruder Kevin-Prince voraushat. Zu international bekannten Stars haben es trotzdem beide geschafft, wenn auch nicht in Berlin. Immerhin: Für beide ist die sportliche Rückkehr in ihre Heimat durchaus ein Thema.

Wo internationale Fußball-Karrieren beginnen: Nicht nur Jérôme und Kevin-Prince Boateng starteten von Berlin aus durch, um Fußball-Stars zu werden. Foto: Justin Ha/Unsplash

Bemerkenswerte Berlinerinnen

Weltmeisterschaften konnten Berliner Originale auch in anderen Disziplinen feiern. Franziska van Almsick etwa konnte insgesamt zweimal diesen Titel gewinnen, von den zahlreichen Medaillen bei Europameisterschaften und Olympischen Spielen gar nicht zu sprechen. Allein bei ihrer letzten Europameisterschaft vor heimischem Publikum sammelte sie fünf Goldmedaillen – inklusive eines neuen Rekords über die 200 Meter Freistil.

Noch größer ist nur noch die Medaillensammlung von Eisschnellläuferin Claudia Pechstein, die nur bei Olympischen Winterspielen schon fünf Goldmedaillen mitnehmen konnte. Dazu kommen noch sechs WM-Titel sowie unzählige zweite und dritte Plätze bei nationalen wie internationalen Wettkämpfen.

Die Liste ihrer Rekorde liest sich fast noch beeindruckender, dabei würde es beinahe ausreichen auf einen einzigen hinzuweisen: Claudia Pechstein ist die erfolgreichste deutsche Olympionikin bei Winterspielen überhaupt.

Die wollen (mehr als) nur spielen

Berlin ist aber nicht nur die Wiege für Spitzensportler*innen aus sozusagen „klassischen“ Disziplinen. Die Hauptstadt avanciert darüber hinaus auch beim eSport zu einer internationalen Größe, sowohl als Austragungsort für Events und Wettbewerbe wie auch als Standort für eine immer größere Zahl an professionellen Gamer-Teams. Für ComputerBild war Berlin schon vor zwei Jahren die neue europäische eSport-Hauptstadt, der Trend hält aktuell weiter an.

Bislang scheint sich das auszuzahlen, das in Berlin ansässige G2 Esports-Team gewann den Titel um die League of Legends-Europameisterschaft. Ein weiterer Schritt in Richtung des ambitionierten Ziels, den Weltmeistertitel zu holen. Im vergangenen Jahr gelang das vor heimischer Kulisse noch nicht, die Voraussetzungen für die professionellen Gamer sind in der Spree-Metropole aber offenbar ausgezeichnet.

League of Legends-Finale 2015 in Berlin (Quelle: YouTube)

Das gilt übrigens nicht nur für die Konsolenzocker. Auch der anhaltende Poker-Boom ist an Berlin natürlich nicht spurlos vorübergezogen. Große Turniere wurden in den vergangenen Jahren hier ausgespielt, erst im vergangenen Jahr gab es die Chance auf eine halbe Million Euro.

Hochdotierte Turniere wie die Triple A Series oder Gastspiele der renommierten German Poker Tour machen insbesondere die Spielbank am Potsdamer Platz zum beliebten Treffpunkt für die Profis und solche, die es gerne werden wollen.

Vor einem solchen Hintergrund ist es kaum verwunderlich, dass gleich mehrere internationale Top-Spieler*innen aus Berlin kommen. Robert Heidorn etwa gehört zu den Berliner Poker-Profis, die rund um den Globus an Turnieren teilnehmen. Ole Schemion schaffte es sogar für fast ein ganzes Jahr an die Spitze des Global Poker Index, also der Weltrangliste der Poker-Spieler.

Sandra Naujoks kommt zwar nicht wie ihre beiden männlichen Kollegen gebürtig aus Berlin, startete aber ebenfalls dort ihre überaus erfolgreiche Karriere, bei dem der Gewinn der Europameisterschaft 2008 nur ein Highlight ist.

Unterhaltung at its best

Bunt geht es nicht nur im Sportbereich zu, sondern vor allem in Berlins Kreativ- und Medienszene, die sich vor einem internationalen Vergleich nicht verstecken muss. Die Stadt ist dabei nicht nur Heimat für zahlreiche Kunst- und Kulturschaffende aus den verschiedenen Bereichen der Unterhaltungslandschaft, sondern gleichzeitig die Kulisse und Inspiration – und in vielen Fällen ist sie ganz offensichtlich tief mit den Künstler*innen verwurzelt. Echte Berliner Originale also.

Der Glanz früherer Tage

Vor allem im Bereich Film sind es immer noch sehr große Namen, die für Berlin und seine Unterhaltungskünste stehen. Überstrahlt werden sie alle noch immer von der unvergleichlichen Marlene Dietrich, die es aus Schöneberg bis nach Hollywood schaffte.

Ziemlich genau 90 Jahre ist es her, dass ihr die Rolle der Lola Lola im „Blauen Engel“ zum Durchbruch verhalf – und zu Zusammenarbeiten mit Hitchcock, Welles und Wilder. Eine Ausnahmekarriere, die zumindest in kleinen persönlichen Einblicken in der digitalen Ausstellung der Marlene Dietrich Collection Berlin in der Deutschen Kinemathek nachverfolgt werden kann.

„Sobald du keinen Erfolg mehr hast, weiß keiner mehr, wie du heißt.“ Harald Juhnke

Neben ihr zu bestehen, ist selbst für die begabtesten Schauspieler*innen keine leichte Aufgabe, dabei hat Berlin doch so viele von ihnen hervorgebracht. Den legendären Harald Juhnke etwa, der weit mehr war als ein Schauspieler, gewissermaßen der deutsche Inbegriff des Show-Man, der sich auf allen Bühnen zu Hause fühlte. Weil er dort einfach hingehörte: Zu talentiert war der als Harry Heinz Herbert Juhnke geborene Charlottenburger, ein Entertainer in jeder Hinsicht. Dass sein Erfolg auch Schattenseite hatte, daraus hat Juhnke nie ein Geheimnis gemacht.

Sie schmälern aber keineswegs die Leistungen, die ihn zu einem der beliebtesten Schauspieler, Sänger und Unterhaltungskünstler seiner Zeit gemacht haben. Was nicht zuletzt daran gelegen haben mag, dass er dabei immer seinen eigenen Weg ging und alles auf eine Karte setzte – ganz „Barfuß oder Lackschuh“ eben.

Die neuen Generationen

Andere bekannte Gesichter und Namen aus Film und Fernsehen sind sicherlich weniger schillernd als Juhnke, trotzdem gehören sie in eine Liste, die sich mit Berlins Besten befasst. Das gilt nicht zuletzt für die jüngeren Generationen von Schauspieler*innen, die die deutsche Unterhaltungslandschaft bereichern und das nicht nur vor der Kamera.

Karoline Herfurth und Nora Tschirner etwa, die nicht nur aus Berlin stammen, sondern auch immer noch in der Stadt leben. Genauso wie viele aus der Riege der Gute-Zeiten-Schlechte-Zeiten-Darsteller*innen: Jörn Schlönvoigt, der aus Berlin-Köpenick stammt, steht für die Soap seit 2003 vor der Kamera.

Ein Blick hinter die Kulissen von GZSZ (Quelle: YouTube)

Felix von Jascheroff, der John Bachmann und damit den Serien-Bruder von Schlönvoigt gibt, ist sogar schon seit fast 20 Jahren dabei und wird hinsichtlich seines Dienstalters nur noch vom Berlin-Wilmersdorfer Wolfgang Bahro übertroffen.

Der spielt den Anwalt und Fiesling Jo Gerner inzwischen so lange (seit 1993), dass viele ihn wahrscheinlich in gar keiner anderen Rolle kennen. Dabei spielt er immer noch Theater, ist kabarettistisch unterwegs und auch musikalisch veranlagt. Bei keinem der Darsteller ist die Berliner Herkunft übrigens so offenkundig wie bei Thomas Drechsler, der seine Rolle als „Tuner“ mit einer Menge Lokalkolorit in der Stimme spielt.

Die Liste toller Schauspieler*innen ließe sich hier noch lange fortführen, so stehen die Erwähnten nicht nur stellvertretend für die vielen Talente aus Berlin – Jan Bülow, Anna Maria Mühe, Jella Haase und so viele mehr –, sondern zugleich in einer Reihe großer Namen wie Nastassja Kinski, Jürgen Prochnow oder Götz George. Dem es mit seiner Rolle als Komissar „Schimanski“ übrigens ähnlich erging wie Bahro mit seinem Serien-Alter-Ego Jo Gerner.

Berlins witzige Seite

Ohne Frage hat Berlin Humor, meistens einen recht eigenen, mit Blick auf die Comedians, die die Stadt hervorbringt oder (wenigstens zeitweise) beheimatet, sogar einen äußerst unterschiedlichen.

Ein Nachteil ist das sicher nicht und wo sonst könnten so unterschiedliche humoristische Größen wie Vicco von Bülow und Mario Barth ein zu Hause finden, wenn nicht hier? Während Barth allerdings ein Berliner Original ist – wie die vergleichsweise jungen Vertreter Martina Hill, Sascha Grammel oder Kurt Krömer –, war von Bülow „nur“ ein Zugezogener. Stadt und Loriot haben einander trotzdem geprägt, auch wenn es ihn für lange Zeit von der Spree an den Starnberger See zog. Die Jugendjahre in Berlin haben Witz und Stil von Loriot maßgeblich beeinflusst, weshalb es ihn in späteren Jahren auch wieder hierin zurücktrieb. Wirklich abgerissen war die Beziehung zur Hauptstadt ohnehin nie, über die Jahre und Jahrzehnte war Loriot immer auch ein Teil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens.

„Kennen Sie Berlin? Das ist so was wie Hamburg in richtig.“Felix Lobrecht

Das sind die Comedians von heute selbstverständlich genauso, auf ihre eigene Weise. Die Stadt ist schließlich groß genug, um von Michael Kessler über Ilka Bessin bis Felix Lobrecht eine hochkarätige und überaus vielfältige Szene aufzunehmen.

Da ist Musik drin

Selbstverständlich entstehen in Berlin nicht nur Filme und Fernsehserien, sondern auch eine ganze Menge Musik. Die ist an der Spree überaus vielfältig und schon immer eine feste Größe gewesen.

Wie unter den Comedians ist die Bandbreite gewaltig, das gesamte musikalische Spektrum ist hier abgedeckt. Dazu braucht es nicht einmal die immer noch zahlreichen Musiker, die aus aller Welt hierherkommen, um die einzigartige Atmosphäre einzufangen und in ihre Lieder umzuwandeln.

Die Berliner „Eigengewächse“ zeigen schon ein mehr als abwechslungsreiches musikalisches Repertoire. Schlagersänger Roland Kaiser kommt genauso aus Berlin wie die deutsche „Godmother of Punk“ Nina Hagen oder vielseitig begabte Blixa Bargeld. Die noch dazu aus derselben Generation stammen und trotzdem in ihrem Schaffen nicht unterschiedlicher sein könnten.

Eine schwierige Beziehung

Das zeichnet die Musikszene in Berlin immer noch aus. Die Stadt bringt dabei nicht nur Musiker hervor, sondern ist häufig Thema der Songs – meistens mit gemischten Gefühlen, wie bei vielen Bewohnern und Besuchern Berlins.

Peter Fox – Schwarz zu Blau (Quelle: YouTube)

Die Dancehall-Reggae-Gruppe Seeed hat das unter anderem in „Dickes B“ deutlich gemacht und auch „Schwarz zu Blau“ von Frontmann Peter Fox zeichnet eher das Bild gegensätzlicher Emotionen, die das „schön hässliche“ Berlin erweckt.

Ähnlich ist es auch mit dem Song, der Rapper Sido den Durchbruch in den Charts bescherte: „Mein Block“ ist durchaus als (sozial-)kritische Auseinandersetzung mit den Zuständen im Märkischen Viertel zu verstehen, ganz gleich, wie sehr der Text einen gewissen Lokalstolz zu transportieren scheint.

Die leisen, kritischen Töne

Dass kritische Töne auch ganz anders klingen können, beweist beispielsweise Judith Holofernes in ihren eigenen Liedern und denen ihrer Band „Wir sind Helden“. Darüber sollte auch nicht der humorvolle Umgang mit verschiedensten gesellschaftlichen Themen in den Texten hinwegtäuschen.

Damit steht sie in gewisser Weise in der Tradition eines weiteren großen Berliner Musikers, der allerdings erst spät zu politischen und gesellschaftskritischen Themen gefunden hat – Reinhard Mey. Das hat ihm im Laufe der Jahre zwar zu einem der bekanntesten und beliebtesten Vertreter der deutschen Singer-Songwriter-Szene gemacht. Gleichzeitig waren seine Lieder – jenseits der Leichtigkeit eines „Über den Wolken“ – immer wieder ein Anlass, um an verschiedensten Stellen anzuecken. Seiner Popularität hat das insgesamt aber kaum geschadet und das zu Recht.

Einzigartige Stimmen

Ungeachtet der inhaltlichen und stilistischen Unterschiede bleiben unzählige, einzigartige Stimmen, die in Berlin groß geworden sind. Ob es der zu früh verstorbene Roger Cicero ist oder die grandiose Joy Denalane, ob es der charmante Max Raabe oder der Welt-Retter Tim Bendzko – in der unvergleichlichen, lebendigen Atmosphäre Berlins finden viele Sänger*innen Inspiration und Nährboden, um ihren musikalischen Weg zu finden.

Viele sind dabei gewissermaßen auf David Bowies Spuren unterwegs, wenngleich die wenigsten davon seinen Bekanntheitsgrad haben. Wo so viele gute Musiker beisammen sind, kann sich ein Aufenthalt trotzdem nur lohnen. Immerhin bleibt Berlin auch mehr als vier Jahrzehnte nach dem Besuch des wandlungsfähigen Stars, der mit all seinen selbst geschaffenen Kunstfiguren Musikgeschichte geschrieben hat – zu der eben auch Berlin einen nicht unerheblichen Teil beigetragen hat.

Für Berlins bislang unentdeckte Beste kann das eigentlich nur ein umso größerer Ansporn sein, sich auf die „größte kulturelle Extravaganz“ einzulassen und selbst etwas zu erschaffen, das selbst die Berliner noch beeindrucken kann. Möglichkeiten gibt es jedenfalls genug.

(Wahl-)Heimat für die Größten ihres Fachs

Die vorgestellten Stars aus Sport, Fernsehen, Film und Musik sind kaum mehr als ein winziger Ausschnitt aus der langen Reihe von Berliner Gewächsen, die es mit ihren Talenten zu nationalen und internationalem Ruhm geschafft haben.

Daneben darf man die mindestens ebenso lange Liste von Stars nicht vergessen, die wie David Bowie, Iggy Pop oder Loriot in Berlin eine neue Heimat gefunden haben – wenn auch nur vorübergehend.

„Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen, und dein Mund ist viel zu groß, dein Silberblick ist unverdrossen, doch nie sagst du: Was mach‘ ich bloß?“Hildegard Knef

Darunter so namhafte Persönlichkeiten wie die unvergessene Hildegard Knef, die innerhalb der Stadt eine mittelgroße Rundreise durch 16 verschiedene Wohnorte machte und der Spree-Metropole ein eigenes Lied widmete. Auch Schriftsteller fanden hier Inspiration, Erich Kästner verfasste in Berlin gleich drei seiner bekanntesten Werke, nämlich „Emil und die Detektive“, „Pünktchen und Anton“ sowie „Das fliegende Klassenzimmer“ – alle in einem Zeitraum von nur vier Jahren.

Mit Kurt Tucholsky stammt einer der bekanntesten politischen Schriftsteller und Journalisten der Weimarer Zeit aus Berlin. Mit Bertolt Brecht hatte es einen der wichtigsten deutschen Dramatiker des 20. Jahrhunderts nach Berlin verschlagen, der wie so viele andere der Stadt seinen Stempel aufdrückte.

Es ließe sich fast ohne Ende weiter in großen Namen schwelgen, die aus oder nach Berlin kamen, sich hier inspirieren ließen und umgekehrt die Stadt inspirierten. Und ein Ende ist auch nicht abzusehen, solange sich Berlin seine einzigartige Atmosphäre bewahren kann.