Berlins Beste

Museen

Im Museum ist es schön warm, aber uninteressante Führungen können sich in die Länge ziehen wie ein grauer Wintertag. In diesen Häusern wird das garantiert nicht passieren

Berlinische Galerie

Unter dem neuen Direktor Thomas Köhler baut die Berlinische Galerie ihr Programm für Kinder und Familien weiter aus. Es gibt einen Audioguide, der Besuchern ab acht Jahren mit Hilfe der charmanten Fliege Philine die Sammlung näherbringt (zum Herunterladen auf www.berlinischegalerie.de oder zum Ausleihen vor Ort). Außerdem ist von Februar bis Juni jeder zweite Sonntag im Monat der Familie gewidmet: Nach Besichtigung der Ausstellung basteln die Besucher mit Künstlern und Künstlerinnen aus dem Atelier Bunter Jakob in wechselnden Workshops Monstermasken, Holzfiguren oder Osterdeko. Nächster Termin am 13.2., „Materialschlachtskulpturen im Familienformat“. Ein Kind und ein Erwachsener zahlen 20 Euro inklusive Materialkosten.
Neues Museum

Damit sich die Kinder nicht schon vor dem Museum die Beine in den Bauch stehen, empfiehlt es sich, ein Zeitfenster-Ticket zu kaufen. Gleich am Eingang gibt es Audioguides – leider nicht mit spezieller Kinderführung, also extrem langweilig. Sollte bei 1,5 Millionen Besuchern nicht eine kindgerechte, erzählerische Version möglich sein, etwa mit Geschichten aus dem alten Ägypten? Alles andere gleicht dieses Manko aber locker aus: Nofretete, der keltische Goldhut,  die spannenden Kinderführungen. Am  19.2. kann man sich wieder auf die „Spuren der Pharaonen“ (Foto) begeben (Kombiticket Eintritt plus Führung 12, ermäßigt 7 Euro, Anmeldung unter Tel. 266 42 42 42). Toll sind auch die Kinderecke, in der man spinnen und weben kann, und das Museumscafé: Die Sahnehauben auf dem Kakao sind riesig!

Museum für Naturkunde

Sie ist legendär und schneller ausgebucht als jedes Tokio-Hotel-Konzert: Die Taschenlampenführung „Nachts im Museum“, samstags und sonntags um 17.30 Uhr. Kinder ab acht Jahren stromern durchs dunkle Museum, dürfen sogar in die sonst nur für Mitarbeiter zugängliche wissenschaftliche Sammlung. Am 27.2. findet die letzte Führung vor dem Frühling statt – danach ist es zu lange hell. Im Juni aber erscheint das neue Programmheft fürs zweite Halbjahr: Darauf stürzen sich Eltern, um gleich einen Termin zu reservieren (auf Hortfluren ist von Wartezeiten bis zu einem halben Jahr die Rede). Also: Entweder Sie greifen noch einen freigewordenen Platz im Februar ab oder legen sich jetzt schon auf die Lauer: Am besten über Info für den Verteiler anmelden, dann kommt das Programmheft per Mail und man kann sofort zuschlagen.

Deutsche Guggenheim Berlin

Anspruchsvolle moderne und zeitgenössische Kunst wird hier durch interaktive Bespaßung der Kinder ergänzt: Zur aktuellen Ausstellung mit Installationen und Skulpturen der Künstlerin Agathe Snow  gibt es beispielsweise den Workshop „Ich packe meinen Koffer“ für Kinder ab 5 Jahren: Am 20.2. und 12.3., jeweils von 15 bis 18 Uhr, eifern die Kinder der Weltenbummlerin Agathe Snow nach und basteln Dinge, die unbedingt mit auf eine Reise müssen (7 Euro pro Kind, 10 Euro pro Familie). Anmeldung unter Tel. 20 20 93 11.

Jüdisches Museum

Warum hat das Museum so schräge Wände? Warum sind die Fenster so schief und krumm? Mit Zollstock und Geodreieck können Kinder in der Führung „Das ver-rückte Haus“ das berühmte Gebäude von Daniel Libeskind genau erkunden und anschließend ihr eigenes Traumhaus basteln – Dauer: 2 Stunden; nächster Termin: 20. Februar.