Sequel

Bibi & Tina – Tohuwabohu total

Entertainment mit Botschaften

ZITTY-Bewertung: 5/6

Willkommen in der realen Welt: Junge Mädchen werden erwachsen und -müssen lernen, dass Zauberkräfte nicht immer funktionieren. Sehen sich die Freundinnen Bibi und Tina auf dem Reiterhof von Graf Falko zunächst mit einem verschlossenen Neuankömmling konfrontiert, so kommt es später zu einer Entführung. Zudem rebelliert ihr Freund Alex gegen seinen Vater, den Grafen.

Aus dem Zusammenprall von alltagsrealistischen und fantastischüberhöhten Momenten bezieht auch der neue „Bibi & Tina“-Film seinen Reiz, seine schmissigen Gesangs- und Tanzeinlagen verstellen nicht den Blick dafür, dass die Reihe, wie ihre Protagonistinnen, erwachsener geworden ist. Denn in seinem vierten Film um den mit magischen Kräften begabten Teenager Bibi („Hex, Hex!“) und deren Freundin Tina probiert Regisseur Detlev Buck aus, wieweit Family Entertainment durchlässig ist für aktuelle politische Botschaften. So geht es hier nicht nur um die Flüchtlingsproblematik, sondern es tritt auch ein blondierter, sehr unangenehmer Bauunternehmer auf, der auf den Namen Trumpf hört.

Bibi & Tina
Foto: DCM Andreas Schlieter

Als Buck seinen Film im vergangenen Jahr drehte, war Trump noch eine Lachnummer, von der man hoffte, dass der Spuk mit der Präsidentschaftswahl vorüber sein würde. Dass es anders gekommen ist, sorgt dafür, dass einem heute das Lachen schon mal gefriert.  

D 2017, 110 Min, R: Detlev Buck, D: Lina Larissa Strahl, Lisa-Marie Koroll, Lea van Acken

Bibi & Tina – Tohuwabohu total!

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