Kino

Black Panther

300 Dollar bietet die US-Satirikerin Sara Benincasa, wenn man in einer Pressekonferenz von Präsident Trump diesen nach den Beziehungen zu Wakanda fragt. Das ist ziemlich lustig, wenn man weiß, das Wakanda ein afro-futuristischer Staat aus der Welt der Marvel Comics ist und die Heimat des schwarzen Superhelden Prinz T’Challa alias Black Panther.

Doppelfunktion: Prinz und Superheld
Foto: WDS/Marvel Studios 2018;

Wakanda ist – so sehen wir es im ersten Solo-Film um den Panther – ein Ort, an dem alles, was in Afrika schief läuft, klappt: Es gibt keinen Hunger, durch eine glitzernde Stadt voller Wolkenkratzer mit Ethno-Elementen schlängelt sich eine Magnetbahn, Frauen und Männer sind gleichberechtigt. Zu verdanken hat Wakanda den geschichtlichen Vorsprung dem Metall Vibranium. Jetzt ist Wakandas Existenz bedroht, denn der Söldner Killmonger und der Schurke Ulysses Klaue haben Vibranium gestohlen und wollen die Substanz verkaufen.

Nach etwas lahmen ersten 20 Minuten kommt der Film gut in Schwung und kann durch seine gut choreografierte Action, die witzigen Nebenfiguren und James-Bond-Anklänge überzeugen. Sehr schön auch: Die politisch-kulturelle Bedeutung des Black Panther – erstmals wird schwarzen Jugendlichen eine ernsthafte, positive Identifikationsfigur im Bereich der Superhelden geboten. Bester Marvel-Film seit „Ant-Man“! 

USA 2017, 145 Min., R: Ryan Coogler, D: Chadwick Boseman, Michael B. Jordan, Lupita Nyong’o, Martin Freeman

Black Panther (2018)