Animationsfilm

Bo und der Weihnachtsstern

Bo und der Weihnachtsstern
Foto: Sony Pictures

Die gute alte Weihnachtsgeschichte: mit der von Kaiser Augustus angeordneten Volkszählung, Maria und Josef auf dem Weg nach Bethlehem und einer Krippe im Stall. Mit drei Weisen aus dem Morgenland, die dem Stern folgen, der von der Ankunft des Messias kündet, und einem König Herodes, der sich dadurch bedroht sieht. Und mit den Tieren, die traditionell dem Geschehen rund um den Stall folgen: Ochse, Esel und Schafe. Um die Tiere geht es in dem Animationsfilm aus dem Hause Sony insbesondere, denn „Bo und der Weihnachtsstern“ (R: Timothy Reckart) erzählt die Weihnachtsgeschichte überwiegend aus ihrem Blickwinkel.

Dazu wurden mit dem Esel Bo und seinen Freunden, dem Schaf Ruth und einer Taube namens Dave, recht drollige Figuren entworfen; auch die sommersprossige Maria und der tollpatschig-überforderte Josef haben durchaus Charme. Religiöse Gefühle werden dabei eigentlich nicht verletzt – es sei denn, man versteht überhaupt keinen Spaß. Allerdings hat der Film im Bereich des Plots noch deutlich Luft nach oben: Von den Gags, über die verhandelten Themen (Freundschaft und Wahlfamilie)  bis zu den Verfolgungsjagden, für die ein fieser Soldat und seine zwei bösen Hunde sorgen, bewegt sich hier alles im äußerst konventionellen Bereich. Der avisierten Zielgruppe von Kindern zwischen fünf und zehn mögen die mangelnde Originalität und die ausnehmend scheußlichen Songs vielleicht nicht auffallen, das Begleitpersonal könnte da schon eher gewissen Ermüdungserscheinungen anheim fallen.

„The Star“, USA 2017, 86 Min., R: Timothy Reckart, Stimmen OF: Steven Yeun, Keegan-Michael Key, Aidy Bryant, Start: 7.12.

Bo und der Weihnachtsstern

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