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Amy (Kaitlyn Dever) und Molly (Beanie Feldstein) sind in ihrer Klasse wenig beliebte Streberinnen. Viel arbeiten, wenig feiern, das ist ihre Devise. Auf die Mitschüler*innen blicken die Besserwisserinnen herab: Niemals werden diese Deppen es auf eine gute Uni schaffen. Was sich am Abend vor der Abschlussfeier prompt als Irrtum herausstellt. Panisch versuchen die besten Freundinnen nun, es irgendwie auf die angesagteste Party der Stadt zu schaffen und den über Jahre versäumten Spaß an einem Abend nachzuholen. Natürlich entwickeln sich die Dinge nicht so, wie die beiden es sich vorstellen – aber dafür eben manchmal überraschend anders gut.

Molly und Amy: Zwei Spaßbremsen auf dem Weg ins Vergnügen
Credit: Courtesy of Annapurna Pictures

In ihrem Langfilm-Regiedebüt variiert die Schauspielerin Olivia Wilde die Muster der Highschool-Komödie auf ebenso amüsante wie intelligente Weise: unverklemmt und ohne Prüderie, mit vielerlei Fettnäpfchen für ihre Protagonistinnen –- aber ganz ohne jene platte Zotenhaftigkeit, die dem Genre sonst oft zu eigen ist. Was vermutlich auch an einem ausschließlich weiblichen Autorenteam liegt, das sich bei allem Witz gut in die beiden Frauen einfühlen kann, denen im Umgang mit vermeintlich schnippischen Zicken und angeberischen Großkotzen irgendwann die Moral der ganzen Geschichte aufgeht: dass es sich immer lohnt, ganz genau hinzusehen und allen Leuten eine zweite Chance einzuräumen.

USA 2019, 102 Min., R: Olivia Wilde, D: Kaitlyn Dever, Beanie Feldstein, Jessica Williams, Will Forte, Start: 14.11.