Euch das Ufer, uns die Spree

Boot fahren auf Berlins Wasserwegen

Grundsätzlich darf alles zu Wasser gelassen werden, was schwimmen kann, solange keine Beeinträchtigung für die Schifffahrt entsteht und man das Fahrzeug kennzeichnen lässt.

Das kostet 18 Euro und kann beim Wasser- und Schifffahrtsamt beantragt werden. Von der Pflicht ausgenommen sind Kleinfahrzeuge: nur mit Muskelkraft betriebene Fahrzeuge, Beiboote, Segelboote ohne Motor mit einer Länge von bis zu 5,5 Metern und Motorboote mit nicht mehr als 3 PS Antriebsleistung.

Ein Führerschein für Binnengewässer ist erst ab 15 PS nötig, es gibt ihn ab 16 Jahren, er kostet zwischen 150 und 200 Euro und kann auch in Wochenendkursen erworben werden. Die Alkoholgrenze liegt bei Fahrern von Tret-, Schlauch- und anderen Booten bei 0,5 Promille.

Zwischen Kanzleramtssteg und Oberbaumbrücke in Berlin dürfen Kleinfahrzeuge nicht fahren. Das größte Problem für Bootsbesitzer in Berlin ist die Frage des Liegeplatzes, denn an den wenigsten Ufern darf man länger als 24 Stunden festmachen. Unter Brücken, in Schifffahrts-/Schleusenkanälen, Fährfahrlinien und Hafenein- und -ausfahrten darf man nicht festmachen. Bei roten Parkverbotszeichen ist es ebenfalls untersagt. Ein Verstoß kostet 35 Euro.