Kino

Bruder Schwester Herz

In der Provinz betreiben die innigen Geschwister Franz (Sebastian Fräsdorf) und Lilly (Karin Hanczewski) eine Ranch. Wirklich gut läuft der Laden nicht. Doch nach den atmosphärischen Breitwandbildern des Beginns, in denen Regisseur Tom Sommerlatte ein deutsches Western-Leben andeutet, müssen irgendwann Konflikte die Idylle sprengen, und so beginnt „Bruder Schwester Herz“ zunehmend zu zerfasern.

Lilly (Karin Hanczewski) und Franz (Sebastian Fräsdorf)
Foto: Kinostar

Mit dem Sänger Chris (Godehard Giese) tritt ein Love-Interest in Lillys Leben und bricht die Geschwisterbeziehung auf. Erst hadert Franz mit den Veränderungen, später Lilly – und so schematisch, wie sich das anhört, ist das auch erzählt. Zwar gelingen Sommerlatte im Nachfolger zu seinem guten Debüt „Im Sommer schläft er unten“ gut beobachtete Sequenzen. Doch jeder wahrhaftigen Szene folgen Momente, in denen er die absehbaren Entwicklungen seines Handlungskonstrukts abhakt. Viel mehr als deutsche Cowboy-Romantik ist das am Ende leider nicht. 

D 2018, 114 Min., R: Tom Sommerlatte, D: Sebastian Fräsdorf, Karin Hanczewski, Godehard Giese, Start: 10.10.