Essen gehen

Choi

Korea, im kleinen Kreis: im Choi | Copyright: Sasha Kharshenko

Wie schaut’s aus? Die augenfälligste Qualität dieses intimen Lokals mit seinen kaum 20 Plätzen: jene ruhige Atmosphäre, die nicht von ungefähr an das japanische Shiori in der Max-Beer-Straße erinnert. Tatsächlich ist Sooyeon Choi die Schwägerin des dortigen Gastgebers Shiori Arai. Gemeinsam ist beiden Restaurants auch Interieurdesigner Vincent Kempf, dem es hier wie dort gelungen ist, den handwerklichen und kontemplativen Charakter der Küche gleichermaßen zu betonen.

Wobei das Choi mit seinen fairen Menüpreisen von 32 (vegetarisch) und 36 Euro (Fisch oder Fleisch) geradezu prädestiniert ist, diese sehr besondere Atmosphäre der klar fokussierten asiatischen Produktküche, in Japan würde man Omakase sagen, für eine breitere, kulinarisch neugierige Öffentlichkeit zu öffnen.

Wie schmeckt es? Das im Hauptgang servierte Thüringer Duroc (zart, aber mit aromatischem Fett), begleitet von marinierten Zwiebeln und einer nicht nur scharfen Sauce: So ein Schwein schmeckt herzlich gut. Selbiges gilt auch für die Dumplings, der Street-Food-Klassiker kommt im Choi mit säuerlich-pikantem Kohl und feinen Röstaromen auf die handgetöpferten Teller.

Und darüber hinaus? Begeisterte die ebenfalls von Sooyen Choi kuratierte Weinbegleitung. Vier Weine aus dem Elsass waren es an diesem Abend, in Korea fühlten sie sich pudelwohl.

Info: Fehrbelliner Str. 4, Prenzlauer Berg, Di–Sa 18–22.30 Uhr, Do–So auch 12–14.30 Uhr |www.choiberlin.de